Viele ahnungslos: Diese Alltagsgegenstände niemals in Müll werfen

Ein Mitarbeiter der Abfallentsorgung mit zwei Mülltonnen. Bei den Mülltonnen handelt es sich um die schwarze Papiertonne mit blauem Deckel. Der Mitarbeiter schiebt eine Tonne zurück an ihren Platz, während er zur anderen Tonne greift. Ab nächsten Monat gibt es neue Mülltonnen-Regeln in Karlsruhe.
Symbolbild © imago/Michael Gstettenbauer

Deckel auf, Abfall rein, Deckel zu – und wieder liegt etwas Falsches in der Tonne. Welche Alltagsgegenstände niemals im normalen Müll landen dürfen, wohin sie stattdessen gehören und wie hoch die Strafen ausfallen. 

Viele Gegenstände landen im Hausmüll. Doch das ist nicht nur verkehrt, sondern oft auch gefährlich. Darauf gilt es zu achten.

Mülltrennung: Wichtig, aber manchmal kompliziert

Müll zu trennen, ist für über 50 Prozent der Deutschen ein wichtiges Thema. Einige tun sich schwer damit: Etwa 25 Prozent finden die Mülltrennung komplex. Das hat eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Allianz Verpackung und Umwelt (AVU) ergeben. Wenn Abfall falsch entsorgt wird, hat das jedoch drastische Folgen. Der Recyclingprozess wird durch verlorene Rohstoffe behindert, Giftstoffe landen in der Umwelt. Wegen des Klimawandels ist beides problematisch.

Wer jeglichen Abfall achtlos über den Hausmüll entsorgt, riskiert auch finanzielle Nachteile. Strafen von bis zu 2.500 Euro sind in der Regel möglich. Wie hoch das Bußgeld ausfällt, hängt vom Bundesland ab. Noch teurer wird es etwa in Sachsen. Wer mehrere Elektrogeräte nicht korrekt entsorgt, zahlt bis zu 10.000 Euro.

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Kein Haushaltsabfall: Diese Alltagsgegenstände niemals in Müll schmeißen

Vorsicht ist auch bei der Entsorgung von Medikamenten geboten. Obwohl sie vielerorts im Hausmüll landen dürfen, wird empfohlen, sie bei einer Apotheke abzugeben. Wenn die Kommune die Entsorgung über den Hausmüll grundsätzlich verbietet, sucht man eine Sammelstelle auf. Ein bundesweit einheitliches Verbot gilt für Zytostatika, die etwa bei Krebs zum Einsatz kommen und wegen ihrer Toxizität nicht in den Restmüll gegeben werden dürfen.

Keinesfalls in den normalen Müll gehören auch Elektrosachen wie Kabel, Handys und Co., denn diese Gegenstände müssen zur kommunalen Sammelstelle oder zu einem Wertstoffhof gebracht werden. Gleiches gilt für alte Batterien. Ganz unkompliziert kann man diese übrigens bei Händlern im Markt abgeben. Außerdem ist bei Renovierungsabfällen sowie Spraydosen mit Inhalt Achtsamkeit gefragt. Sie zählen genau wie Batterien zum Sondermüll und gehören auf eine Sammelstelle. Bei Unsicherheiten wenden sich Bürger an die kommunale Abfallberatung oder an ein Entsorgungsunternehmen. Auch Verbraucherzentralen informieren.