Viele essen Pestizide mit – weil sie Obst falsch waschen

Eine Frau steht am Spülbecken in der Küche und hält gerade einen Apfel unter das aus dem Wasserhahn fließende Wasser. In der Spüle selbst befindet sich eine Schale mit weiteren Äpfeln.
Symbolbild © istockphoto/gpointstudio

Es ist immer wieder ein großes Diskussionsthema, bei dem sich die Menschen hierzulande nicht einig werden können. Doch Experten sind sich sicher, dass viele Menschen Pestizide mitessen, weil sie das Obst einfach falsch abwaschen.

Niemand möchte beim gesunden Biss in den Apfel unsichtbare Chemikalien aufnehmen. Dennoch landet das tägliche Gift reihenweise im Magen, weil die gängige Küchenpraxis gewaltig schiefgeht.

Viele machen es falsch und vergiften sich selbst

Natürlich gibt es immer noch den ein oder anderen, der meint, man könne das Obst aus dem Supermarkt direkt so essen. Wer noch eine kleine Hemmschwelle besitzt, reibt den Apfel oder die Birne noch eben am T-Shirt und setzt dann bereits den ersten Bissen. Die Mehrheit ist sich jedoch einig darüber, dass man Obst und Gemüse vor dem Verzehr oder dem Kochen abwaschen sollte. Denn auf der Schale befinden sich Pestizide, die die Gemüse- und Obstsorten vor Krankheiten und Schädlingen schützen sollen. Diese entfernt man nicht einfach mit Reiben. Doch auch das einfache Abwaschen bringt laut Experten nicht viel. Man vergiftet sich mit den Pestiziden trotzdem faktisch selbst.

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Pestizide werden mitgegessen: Obst wird falsch abgewaschen – so geht es richtig

Die meisten Haushalte waschen das Obst und Gemüse mit Wasser ab und verzehren es dann. Laut Experten bleiben jedoch immer noch genügend Pestizide auf der Schale zurück. Zwar könnte man das Obst, wie Äpfel, schälen, doch direkt unter der Schale sitzen die meisten Vitamine. Daher raten Experten dazu, das Obst gründlich unter fließendem Wasser abzuwaschen und anschließend mit einem sauberen Geschirrtuch gründlich trocken zu reiben. Dadurch würden ebenfalls die meisten Pestizide entfernt werden.

Eine noch sicherere Methode, jedoch mit größerem Aufwand, ist das Einweichen des Obstes in Backnatron. Dies haben viele Haushalte ohnehin im Vorratsschrank. Voraussetzung ist eine 15-minütige Einwirkzeit. Zwar sei diese Methode effektiv, allerdings auch ziemlich aufwendig. Deshalb reicht schon das Abwaschen unter fließendem Wasser und das gründliche Trockenreiben aus, um das Meiste an Pestiziden zu entfernen. Wer vollkommen auf Nummer sicher gehen will, sollte Produkte aus regionalem und Bio-Anbau kaufen. Hier sind die Sorten mit deutlich weniger Pestiziden belastet.

(Quellen: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Verbraucherzentrale)