Viele machen es falsch: Pappe darf nicht mehr in Altpapier-Tonne

An einem extra hergerichteten Platz stehen verschiedene Mülltonnen nebeneinander. Neben zwei blauen Tonnen für Altpapier stehen eine gelbe Tonne für Plastikverpackungen, eine braune Tonne für Biomüll sowie eine Restmülltonne.
Symbolbild © imago/penofoto

Recycling spielt in Deutschland eine zentrale Rolle für Umwelt und Ressourcen. Dennoch landen immer wieder falsche Materialien im Papiermüll. Bestimmte Abfälle dürfen nicht in die Altpapier-Tonne.

Recycling gehört in Deutschland zum festen Bestandteil der Abfallwirtschaft. Viele Städte informieren regelmäßig über richtige Trennung, damit Verbraucher ihre Abfälle korrekt entsorgen. Zudem investieren Entsorgungsunternehmen in moderne Sortieranlagen, die unterschiedliche Papierarten erkennen und weiterverarbeiten.

Recycling stärken: Behörden setzen auf klare Regeln

Behörden setzen auf klare Regeln und Aufklärungskampagnen, um die Qualität der Sammelware zu sichern und eine effiziente Wiederverwertung zu ermöglichen. Man verfolgt diese Ziele, weil Rohstoffe begrenzt sind und ihre Gewinnung Umwelt und Klima belastet. Wenn Haushalte Papier getrennt sammeln, können Recyclingbetriebe daraus neues Material herstellen. Dadurch sinkt der Bedarf an Frischfasern, und Wälder bleiben besser geschützt. Außerdem spart die Wiederverwertung Energie im Vergleich zur Neuproduktion. Gleichzeitig stärkt ein funktionierendes System die Kreislaufwirtschaft und reduziert Abfallmengen. Kommunen wollen zudem Kosten senken, denn sortenreine Sammelware erleichtert die Verarbeitung. Aus diesen Gründen setzen Politik und Wirtschaft auf konsequente Mülltrennung.

Bestimmte Pappe darf nicht mehr in die Altpapier-Tonne

Trotz klarer Regeln halten sich nicht alle Menschen an die Vorgaben. Manche werfen Abfälle aus Bequemlichkeit in die falsche Tonne, andere kennen die Vorschriften nicht genau. Zudem wirken manche Produkte auf den ersten Blick wie Papier, obwohl sie zusätzliche Bestandteile enthalten. Dadurch entsteht Verunsicherung im Alltag. Entsorgungsbetriebe stellen immer wieder fest, dass Fremdstoffe in der Sammlung landen. Solche Fehler erschweren die Weiterverarbeitung und erhöhen den Aufwand bei der Sortierung. Deshalb setzen Kommunen auf Information, damit Verbraucher die Unterschiede besser erkennen und ihre Abfälle bewusster trennen.

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Obwohl es sich um Papier handelt, dürfen Verbraucher bestimmten Abfall nicht in die blaue Tonne werfen. Dazu zählen stark verschmutztes Papier, wie Servietten, Pizzakartons mit Essensresten oder Verpackungen mit Fettspuren. Auch beschichtete Papiere, zum Beispiel mit Kunststoff- oder Aluminiumauflage, dürfen nicht hinein. Ebenso zählen Backpapier, Fotopapier, Thermopapier wie Kassenbons sowie Tapetenreste nicht zum Altpapier. Klebebänder, Folienfenster und Kunststoffteile an Verpackungen müssen Verbraucher vorher entfernen und getrennt entsorgen. Produkte mit starken Verunreinigungen gehören in den Restmüll. Nur saubere, trockene und sortenreine Papier- und Kartonabfälle dürfen in die Altpapier-Sammlung, damit Recyclinganlagen zuverlässig arbeiten.

(Quellen: Umweltbundesamt, kommunale Entsorgungsbetriebe, dpa, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)