Viele zu geizig: So viel Trinkgeld sollte man beim Friseur geben

Ein Friseur wäscht die Haare seiner Kundin im Waschbecken. Er shampooniert die Haare behutsam ein, bevor er sie mit Wasser ausspült. Die Kundin scheint die Behandlung im Friseursalon sichtlich zu genießen.
Symbolbild © istockphoto/ oatawa

Während die einen einfach so den Friseursalon verlassen, ohne einen Cent Trinkgeld zu geben, machen sich andere große Gedanken um die richtige Menge. Sie fragen sich, wie viel angemessen ist und was als Beleidigung gelten könnte.

Überall ist das Geld knapp und kaum jemand, der sparen muss, gibt freiwillig mehr aus. Doch Trinkgeld zu geben, gehört beim Friseur wie auch in anderen Dienstleistungsberufen eigentlich einfach dazu. Wie viel man geben sollte, darüber streiten sich die Menschen immer wieder.

„Wir müssen davon leben“: Friseure beklagen sich über Geiz der Kunden

Während es für die einen einfach dazugehört, in einem Restaurant oder beim Friseur Trinkgeld zu geben, sehen dies heutzutage einige Menschen komplett anders. Das merken besonders auch die Friseure. Viele beklagen sich inzwischen darüber, dass die Kunden gern die Dienstleistung in Anspruch nehmen, jedoch nicht ans Trinkgeld denken. Einige Kunden meinen sogar, dass es schließlich die Aufgabe der Salon-Betreiber sei, die Angestellten fair zu entlohnen.

Doch dies ist nicht so. Experten merken an, dass Friseure – auch als Meister – 20 bis 50 Prozent weniger verdienen als andere Fachkräfte. Hinzu kommt, dass es sich dabei um körperlich anstrengende Arbeit handelt. Wer also kein Trinkgeld gibt, sorgt auch dafür, dass kein finanzieller Ausgleich für die harte Arbeit erfolgt.

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Trinkgeld beim Friseur: So viel sollte man laut Experten geben

Im Jahr 2026 sind auch die Kosten für einen Friseurbesuch gestiegen. Denn auch die Salons haben mit steigenden Waren-, Energie- und Personalkosten zu kämpfen. Wer gern ein Trinkgeld geben möchte, fühlt sich oftmals verunsichert, was der richtige Betrag ist. Zum einen muss man selbst auf sein Geld achten und will nicht zu viel geben. Auf der anderen Seite will man die Leistung wertschätzen und den Friseur nicht durch ein zu geringes Trinkgeld unbewusst beleidigen.

Experten haben einen klaren Richtwert. In der Branche ist es üblich, fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrages als Trinkgeld zu geben. Zudem kann man auch auf den nächsten Zehner aufrunden, wenn dies angemessen ist. Wer beispielsweise 18 Euro bezahlt, kann gern auf 20 Euro aufrunden. Bei einem Preis von 29,50 Euro und einer Aufrundung auf 30 Euro ist dieses Trinkgeld jedoch zu wenig. Sicherlich kann jeder geben, was er kann und will. Doch wer sich nach diesen Regeln richtet, kann beim nächsten Friseurbesuch nichts falsch machen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Quaise Energy, Stanford University, SmartUp News)