
Die angespannte Lage im Einzelhandel zwingt ein weiteres Unternehmen zu einem schwierigen Schritt: Diese Schuhkette schließt jetzt Filialen. Was die Entscheidung für die Mitarbeiter bedeutet und wie es um die Zukunft des Händlers steht.
Ein weiterer Einzelhändler bangt um seinen Fortbestand. Die traditionsreiche Schuhkette hat sich in Süddeutschland etabliert. Nun steckt sie in einer Krise.
Die Lichter gehen aus: Bekannte Schuhkette schließt erste Filialen
Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat eine düstere Prognose für den stationären Einzelhandel abgegeben. Demnach soll die Krise vorerst kein Ende nehmen. Im Jahr 2025 erwartet der Verband etwa 4.500 Schließungen. Ein Grund: Verbraucher sind zurückhaltender geworden. Außerdem sind die Kosten für Unternehmen drastisch gestiegen. Zugleich setzt vielen der Onlinehandel zu. Jetzt muss dieser Schuhhändler aus Süddeutschland alles daran setzen, um am Markt weiterhin bestehen zu können. Er befindet sich in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung und muss nun schwierige Entscheidungen treffen.
Mittlerweile ist klar, dass eine Verkleinerung des Filialnetzes im Überlebenskampf wohl kaum abzuwenden ist. Deshalb wird der Betrieb in zwei Geschäften eingestellt. Generell sind die Zahlen der Insolvenzen in Deutschland alarmierend. Neue Auswertungen für das erste Halbjahr 2025 machen wenig Hoffnung: Der Anteil der Pleiten ist um etwa 12 Prozent gestiegen.
Überlebenskampf in der Schuhbranche: Sanierungsverfahren soll Zukunft sichern
Die Schließung der beiden Standorte Esslingen und Altensteig, wo Schuh-Graf jeweils mit Schuh-Mann-Filialen vertreten ist, wirkt sich direkt auf die Beschäftigten des mittelständischen Unternehmens aus. Ihr Arbeitgeber versetzt sie in andere Filialen der Kette. Erste Verhandlungen mit den Geschäftspartnern über zukünftige Verträge und Preise laufen.
Das Sanierungsverfahren soll nun den Fortbestand der Schuhkette sichern. Bisher läuft der Geschäftsbetrieb weiter. Damit der Neustart gelingt, will sich der Familienbetrieb in dritter Generation fortan auf Standorte fokussieren, die wirtschaftlich profitabel sind. Schuh-Graf wurde 1938 in Stuttgart gegründet. Zum Filialnetz gehören 27 Geschäfte. Der Händler beschäftigt etwa 160 Mitarbeiter, die vorerst wohl in Ungewissheit leben müssen, bis konkrete Lösungen vorliegen. Deshalb bleibt allen Beteiligten zu hoffen, dass ein Neustart gelingt.













