Vorsicht bei veganen Produkten – hier lauert eine versteckte Gefahr

Ein junge Frau steht vor der Kamera und hat die Augen geschlossen. Sie trägt eine Brille, einen Kunstpelz sowie eine schwarze Maske mit der Aufschrift "Vegan Animal Save Movement". Sie hat die Augen geschlossen und befindet sich offenbar auf einer Kundgebung von Veganern.
Symbolbild © imago/ZUMA Press Wire

Wer vegan leben möchte, sollte Vorsicht bei veganen Produkten walten lassen. Denn es lauert eine versteckte Gefahr, von der die meisten Verbraucher überhaupt nichts wissen. Deshalb sollte man sich besonders gut informieren und genau hinschauen.

Vegan zu leben sollte heute gar nicht mehr schwierig sein. Doch Vorsicht sollte man bei veganen Produkten trotzdem walten lassen. Und das gleich in doppelter Hinsicht.

Achtung: Verbraucher sollten sich die Zutatenliste genau ansehen

Während naturbelassene Produkte wie Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse sehr gesund sind, gilt dies nicht unbedingt für die veganen Ersatzprodukte. Bei veganen Schnitzeln, veganer Salami, Burger-Patties oder Käsealternativen handelt es sich meistens um hochverarbeitete Lebensmittel. Im direkten Vergleich mit verarbeiteten Fleischwaren schneiden vegane Alternativen in Studien zwar oft etwas besser ab. Sie enthalten kein Cholesterin, meist deutlich weniger ungesunde gesättigte Fettsäuren und liefern dafür Ballaststoffe.

Aber: Um Geschmack und Textur von Fleisch zu imitieren, mischen Hersteller oft viel Salz, billige Fette und Verdickungsmittel bei. Zudem haben sie oft eine hohe Energiedichte bei gleichzeitig geringem Mikronährstoffgehalt. Verbraucherschützer kritisieren viele dieser Produkte daher regelmäßig als unausgewogen. Doch es lauert noch eine andere Gefahr.

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Vorsicht bei veganen Produkten: Verbraucher übersehen ein Detail

Wer wissen will, ob ein Produkt vegan ist, schaut auf die Zutatenliste. Und genau hier lauert die Gefahr. Denn die Zutatenliste verrät nicht mit absoluter Sicherheit, ob ein Produkt vegan ist. Obwohl sie alle Hauptzutaten auflistet, gibt es rechtliche Lücken, durch die sich tierische Stoffe im Produkt verstecken können, ohne dass sie auf der Verpackung stehen müssen. Dazu zählen zum Beispiel Stoffe, die nur während der Produktion verwendet und danach wieder herausgefiltert werden. Diese müssen Hersteller nicht deklarieren. Das bekannteste Beispiel ist Gelatine tierischen Ursprungs oder aus Fischblasen, mit denen Säfte, Wein oder Bier geklärt werden können.

Viele Zusatzstoffe oder Aromen können sowohl pflanzlichen als auch tierischen Ursprungs sein, ohne dass der Hersteller die Quelle nennen muss. Die Aminosäure L-Cystein beispielsweise macht Backmischungen geschmeidig und wird oft aus Schweineborsten oder Federn gewonnen. Auch der rote Farbstoff Echtes Karmin stammt von zerquetschten Schildläusen. Außerdem benötigen viele Käsesorten im Stück überhaupt kein Zutatenverzeichnis. Dadurch erkennen Verbraucher nicht, ob für die Herstellung pflanzliches oder tierisches Lab zum Einsatz kam.

(Quellen: DGE, BMLEH, Verbraucherzentrale)