Wäsche nur bei 30 Grad waschen – Keime können sich ausbreiten

Eine Frau legt ihre Wäsche in eine weiße Waschmaschine. Sie trägt ein Flanell-Hemd und wirft Jeans in die Maschine, um sie zu waschen.
Symbolbild © istockphoto/Serhii Bilohubets

Energiesparen liegt im Trend. Deshalb waschen viele Haushalte ihre Kleidung inzwischen standardmäßig bei 30 Grad. Doch Experten warnen: Wer dauerhaft nur kalt oder lauwarm wäscht, riskiert, dass sich Keime in den Textilien und sogar in der Waschmaschine selbst ausbreiten.

Grundsätzlich entfernen Waschmittel Schmutz und viele Bakterien auch bei niedrigen Temperaturen. Problematisch wird es jedoch bei stark verschmutzter Wäsche oder bei Textilien, die mit Krankheitserregern in Kontakt gekommen sind. Nicht immer ist es sinnvoll, die Wäsche nur bei 30 Grad zu waschen.

Versteckte Gefahr: Wäsche nur bei 30 Grad waschen

Moderne Waschmittel versprechen saubere Ergebnisse selbst bei niedrigen Temperaturen. Doch Vorsicht: Handtücher, Unterwäsche, Bettwäsche oder Putzlappen können Keime enthalten, die bei 30 Grad nicht zuverlässig abgetötet werden. Das kann besonders in Haushalten mit kleinen Kindern, älteren Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem zum Risiko werden.

Hinzu kommt ein weiterer Effekt: Wer über längere Zeit ausschließlich bei niedrigen Temperaturen wäscht, riskiert, dass sich in der Maschine Biofilme bilden. In diesen feuchten Ablagerungen fühlen sich Bakterien und Schimmelpilze wohl. Das kann nicht nur zu unangenehmen Gerüchen führen, sondern auch dazu, dass Keime bei späteren Waschgängen wieder auf Textilien übergehen. Fachleute empfehlen daher, regelmäßig – etwa einmal im Monat – einen Waschgang bei mindestens 60 Grad durchzuführen, um die Maschine hygienisch sauber zu halten.

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Strom und Energie sparen: Wäsche effizienter und schonender waschen

Für leicht verschmutzte Alltagskleidung reichen in vielen Fällen 30 Grad aus. Sportbekleidung oder Wäsche solltet ihr nach einer Erkrankung jedoch bei höheren Temperaturen waschen. Alternativ ist es sinvoll, spezielle Hygienespüler zu verwenden, wobei auch hier auf die richtige Dosierung zu achten ist.

Der Spagat zwischen Energieeinsparung und Hygiene erfordert also ein bewusstes Vorgehen. Wer gezielt auswählt, welche Textilien bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden, und regelmäßig heißere Programme nutzt, kann sowohl Strom sparen als auch hygienische Standards einhalten. Denn saubere Wäsche bedeutet nicht nur frischen Duft, sondern auch wirksamen Schutz vor unerwünschten Keimen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Öko-Test)