Warnung: Bürger tappen in teure Kostenfallen vor Weihnachten

Auf dem Bild sind drei kleine Tannenzapfen zu sehen, die jeweils eine rote Weihnachtsmütze tragen und auf dem Armaturenbrett eines Autos stehen.
Symbolbild © istockphoto/Mireia BL

Glitzernde Lichter, große Versprechen und teure Überraschungen: Kostenfallen vor Weihnachten lauern überall – von Fake-Shops bis zu versteckten Kosten. Wer jetzt nicht aufpasst, zahlt am Ende drauf.

Lichterglanz, Glühwein, Shopping – und plötzlich wird es teuer. Warum ausgerechnet vor Weihnachten viele in fiese Fallen tappen.

Wenn Schnäppchen zur Falle werden

Wenn die Straßen funkeln und die Wunschlisten länger werden, öffnen sich für Verbraucher leider auch Türen zu teuren Kostenfallen. Denn pünktlich zur Adventszeit wittern unseriöse Anbieter ihre große Chance. Die Kauflaune ist hoch, der Zeitdruck enorm – und genau das wird gnadenlos ausgenutzt.

Besonders perfide: sogenannte Fake-Shops. Sie sehen professionell aus, locken mit unglaublichen Rabatten und versprechen schnelle Lieferung. Doch nach der Bezahlung kommt nichts mehr – außer Frust. Experten warnen: Gerade vor Weihnachten schießen diese Seiten wie Pilze aus dem Boden. Hinzu kommen psychologische Tricks, die viele nur zu gut kennen: „Nur noch 2 Stück verfügbar!“, „Angebot endet in 10 Minuten!“ – künstlicher Druck, der zum schnellen Kauf verleitet. Ein einfacher Schutz: der Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentrale. Mit wenigen Klicks zeigt das Tool, ob ein Online-Shop vertrauenswürdig oder eher bedenklich ist. Wer sich diese Minute Zeit nimmt, spart im Zweifel viel Geld – und Nerven.

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Teure Retouren, steigende Preise

Doch selbst bei echten Shops lauert Ärger. Viele Geschenke gefallen nicht und müssen zurückgeschickt werden. Zwar gilt in der EU ein vierzehntägiges Widerrufsrecht bei Online-Käufen, doch das greift nicht immer reibungslos. Besonders tückisch: Oft ist für Kunden kaum erkennbar, wo der Händler sitzt. Das böse Erwachen folgt bei der Retoure – dreißig Euro Versandkosten, Zielort: China. Hier gilt: Anbieter genau prüfen und Rücksendebedingungen vor dem Kauf lesen.

Auch im Supermarkt wird es weihnachtlich – und teuer. Lebensmittelpreise sind ohnehin gestiegen, doch zur Festzeit ziehen sie nochmals an. Vor allem bei Klassikern wie Schokolade oder Braten schluckt man beim Blick aufs Preisschild. Ein typisches Weihnachtsfest kostet die Deutschen dieses Jahr im Schnitt 636 Euro. Davon entfallen satte 440 Euro auf Geschenke. Für die Weihnachtsgans werden rund 97 Euro fällig, der Weihnachtsmarktbesuch schlägt mit etwa 56 Euro zu Buche. Fast schon günstig wirkt da der Weihnachtsbaum mit durchschnittlich 43 Euro. Und so bleibt Weihnachten dennoch bezahlbar: Preise früh vergleichen, DIY-Geschenke erwägen, Weihnachtsmarktbesuche planen, auf wiederverwendbare Deko setzen und Kosten in der Familie teilen. Denn festlich wird Weihnachten nicht durch den Preis – sondern durch das Gefühl.

(Quellen: Verbraucherzentrale, AK-Kurier, Tagesschau)