
Sie landen regelmäßig auf dem Teller vieler Veganer. Die Wahrheit aber ist: Diese beliebten Früchte sind eigentlich nicht vegan, obwohl sie dem Körper Gutes tun. Der Grund ist simpel – aber auch überraschend für Menschen, die bewusst auf Tierisches verzichten.
Jetzt dreht sich einigen Veganern wohl der Magen um. Eine äußerst beliebte Frucht darf streng genommen gar nicht in ihrem Einkaufskorb landen. Das ist der Grund.
Süß, aromatisch, gesund ‒ und gar nicht vegan
Im Obstsalat sind sie ein geschmackliches Highlight, und auch zu herzhaften Speisen passen sie als aromatische Begleiter. Das Bundeszentrum für Ernährung erklärt, dass die Früchte außerdem wertvolle Nährstoffe liefern. Dazu gehören B-Vitamine sowie Ballast- und Mineralstoffe. Ebenso sind Flavonoide enthalten. Diese sekundären Pflanzenstoffe unterdrücken Entzündungen und unterstützen überdies die Gehirnfunktion. Eine dunklere Farbe deutet auf mehr Reife und Süße hin.
Wer sie genießt, sollte sich allerdings auf etwa drei Stück pro Tag beschränken. Andernfalls begünstigen sie Durchfall. Während die frische Frucht für Diabetiker in Maßen meist unproblematisch ist, ist bei der Trockenfrucht Vorsicht geboten. Der Zuckergehalt steigt durch den Wasserentzug. Auch Veganer greifen wegen des verführerischen Geschmacks gern zu ‒ obwohl ein natürlicher Vorgang in der Natur sie streng genommen zu einem Produkt macht, das nicht mehr vegan ist.
Diese kleinen Tiere machen sie zu einer Tabu-Frucht für Veganer
Einige der Früchte enthalten tatsächlich tierische Bestandteile. Hintergrund ist der Bestäubungsvorgang durch besondere Wespen, der für die Fortpflanzung notwendig ist. Sobald diese sich in den schmalen Fruchtkörper hineinbegeben, ist ihr Schicksal besiegelt: Nach der Eiablage sterben die Feigenwespen, weil sie sich beim „Durchzwängen“ massiv verletzen und dann keine Flügel mehr haben.
Wegen des Abbauprodukts sind deshalb nicht alle Feigen, die im Supermarkt erhältlich sind, vegan. Eine Ausnahme bilden sogenannte Parthenokarpe-Feigen, die für Veganer geeignet sind. Ihre Befruchtung läuft ganz unkompliziert in Eigenregie ab. Die Arbeit der Feigenwespen wird bei diesen Sorten also nicht benötigt ‒ und wer auf tierische Bestandteile bewusst verzichtet, kann hier beherzt zugreifen.
(Quellen: Bundeszentrum für Ernährung, Verbraucherzentrale Deutschland)














