Wegen Preisstreik: Kult-Getränke vor Mangel in Supermärkten

In einem Supermarktregal stehen mehrere Dosen Energydrinks der Marke Red Bull. Es handelt sich um verschiedene Editionen in weißen und roten Getränkedosen. Darunter ist ein Preisschild zu sehen.
Symbolbild © imago/Arnulf Hettrich

Wegen eines Preiskonflikts wird über einen Mangel dieser Kult-Getränke in den Geschäften spekuliert. Fans müssen stark sein: Erste Filialen berichten von veränderten Liefermengen. Was wirklich hinter dem harten Kampf zwischen Hersteller und Händler steckt. 

Ein schwieriger Preiskampf macht den beteiligten Parteien offenbar zu schaffen. Der Getränkehersteller will seine Konditionen durchsetzen ‒ und damit gibt sich dieser Supermarkt nicht zufrieden.

Spekulationen: Kult-Getränke vor Mangel in den Geschäften

Mit über 50 Prozent Marktanteil dominiert dieser Getränkehersteller sein Segment. Nicht nur treue Fans kennen den Namen ‒ auch anderen Verbrauchern ist er längst bekannt. Der Umsatzrekord 2024 beläuft sich auf 11,2 Milliarden Euro. Doch jetzt steckt das Unternehmen mitten in einem harten Preiskampf mit Edeka. Die Nachfrage nach dem beliebten Getränk dieser und anderer Marken ist grundsätzlich hoch, vor allem unter Jugendlichen. Hierzulande werden jährlich pro Kopf etwa sechs bis acht Liter des Wachmachers konsumiert.

Warum Hersteller und Händler sich nicht einigen können

Erste Auswirkungen des Streits bekommen Edeka-Filialen offenbar schon zu spüren. Demnach sollen einige Sorten in vereinzelten Märkten wohl nur in reduzierter Menge geliefert werden, während die Verhandlungen laufen. Eine komplette Einstellung der Lieferung oder Engpässe soll es bisher hingegen nicht geben. Temporäre Einschränkungen sind in Streitfällen grundsätzlich jederzeit möglich ‒ dann müssen Verbraucher sich nach Alternativen umschauen. Denn Getränkehersteller Red Bull will ab 2026 die Preise wohl drastisch erhöhen. Damit ist der Lebensmittelhändler Edeka jedoch nicht einverstanden, weshalb sich die Auseinandersetzung offenbar zuspitzt.

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Es ist nicht der erste Streit zwischen Edeka und Red Bull. Schon im Frühjahr 2025 kam es zu schwierigen Verhandlungen und später auch zu Lieferstopps, bevor die Parteien sich schließlich einigen konnten. Allerdings ist der Konflikt nun erneut eskaliert. Red Bull gilt nach wie vor als wichtiger Umsatztreiber für den Händler. Neben dem klassischen Energydrink bietet der Marktführer auch Sondereditionen und zuckerfreie Varianten an, die sich bei Kunden großer Beliebtheit erfreuen. Ob und wann der Hersteller und der Supermarkt-Gigant eine Lösung finden, bleibt vorerst unklar.

(Quellen: Edeka, Handelsblatt)