
Wer Feuerwanzen im Garten bekämpft, macht einen großen Fehler. Das wissen nur die wenigsten, doch die Experten sprechen eine deutliche Warnung aus. Denn die Insekten haben einen wichtigen Effekt.
Wer im Frühjahr oder Sommer zahlreiche rot-schwarz gefärbte Feuerwanzen im Garten entdeckt, reagiert oft erschrocken. Die Insekten treten häufig in großen Gruppen auf und wirken durch ihre auffällige Warnfärbung oft bedrohlich. Viele Hobbygärtner bekämpfen sie darum und machen damit einen großen Fehler.
Achtung: Diese Aktion ist ein großer Fehler
Feuerwanzen im Garten sind keine Schädlinge, sondern leisten sogar wertvolle Dienste. Naturschutzorganisationen und Experten raten ausdrücklich davon ab, die Tiere zu bekämpfen. Stattdessen sollten sie als nützliche Gartenbewohner akzeptiert werden. Ein großer Vorteil der Feuerwanzen im Garten betrifft lästige Insekten. Die Tiere verfügen über sogenannte Duft- beziehungsweise Stinkdrüsen, mit denen sie untereinander kommunizieren. Die dabei freigesetzten Duftstoffe dienen unter anderem als Alarm- und Gemeinschaftspheromone. Für Menschen sind diese Stoffe praktisch nicht wahrnehmbar, sie können jedoch Mücken und Fliegen fernhalten.
Auch bei der natürlichen Schädlingsbekämpfung spielen Feuerwanzen eine wichtige Rolle. Neben Pflanzensamen stehen nämlich auch Insekten- und Schneckeneier auf ihrem Speiseplan. Dadurch tragen sie dazu bei, die Zahl einiger unliebsamer Gartenbewohner zu begrenzen. Ein weiterer positiver Effekt: Feuerwanzen helfen beim Aufräumen im Garten. Ihre Nahrung besteht nicht nur aus Samen, sondern gelegentlich auch aus toten Insekten und anderen organischen Resten.
Feuerwanzen: Das raten die Experten jetzt
Wer besonders viele Feuerwanzen im Garten entdeckt, muss sich ebenfalls keine Sorgen machen. Die Tiere versammeln sich häufig an sonnigen Stellen. Dort finden sie reichlich Nahrung in Form heruntergefallener Samen. Solche Ansammlungen sehen zwar spektakulär aus, sind aber kein Zeichen für einen Schädlingsbefall.
Wer die Tiere dennoch anfasst oder zerdrückt, wird allerdings schnell feststellen, woher ihr Name als „Stinkwanze“ manchmal fälschlicherweise stammt. Bei Gefahr geben Feuerwanzen ein übel riechendes Abwehrsekret ab. Dieses dient ausschließlich ihrer Verteidigung und stellt für Menschen normalerweise keine Gefahr dar.
(Quellen: Naturschutzbund Deutschland (NABU), Umweltbundesamt, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














