
Der Betreiber eines Lokals hat die Nase voll. Regelmäßig demonstrieren Veganer direkt vor seinem Gasthaus und belästigen die Gäste mit verstörenden Bildern, sodass ihnen der Appetit vergeht.
Ein Wirt will rechtlich gegen Veganer vorgehen, die immer wieder vor seinem Gasthaus demonstrieren. Die Gäste fühlen sich inzwischen derart belästigt, dass der Betreiber um sein Geschäft fürchtet.
Veganer stürmen Gasthaus und belästigen Fleischesser
Für eine Sache zu kämpfen, die einem am Herzen liegt, ist generell ja nicht falsch. Manche schießen dabei jedoch über das Ziel hinaus. Ähnlich sieht das wohl der Wirt eines Gasthauses, das immer wieder von Aktivisten belästigt wird. Maskiert und mit Bildschirmen in der Hand zeigen sie den Gästen Bilder und Videos von Schlachtungen und Tierquälerei. Gerade jetzt in der Freisitz-Saison haben die Demonstranten leichtes Spiel. Sie können sich quasi direkt am Esstisch positionieren und ihre verstörenden Bilder zeigen. Dabei achten sie offenbar nicht einmal darauf, ob auch Kinder zugegen sind.
Die Gruppe nennt sich „Activists for the Victims“ und setzt sich gegen die Ausbeutung von Tieren und für eine vegane Lebensweise ein. Regelmäßig gehen sie dafür auf die Straße und präsentieren ihre Videos. Damit wollen sie Menschen an 25 deutschen Standorten zum Nach- und Umdenken anregen. Ein nobles Ziel. Auch wenn es auf Kosten anderer geschieht?
Wirt sauer: Klage gegen demonstrierende Veganer vor dem Gasthaus
Helmut Kurz, Wirt der Knödelwerferin in Deggendorf, reicht es nun. Grundsätzlich habe er nichts gegen die Aktivisten. Er selbst plädiere ebenfalls für mehr Tierwohl, sehe das jedoch nicht nur im Veganismus und auch nicht unmittelbar vor seinem bayerischen Gasthaus. Dort gehören Haxn und Hendl auf den Tisch. Das Verhalten der Aktivisten finde Kurz übergriffig und geschäftsschädigend. Zumal es jeden zweiten Samstag dazu kommt.
Deshalb will er nun gegen Veganer vor seinem Gasthaus klagen. Seiner Meinung nach sei der Stadtplatz groß genug, sodass die Kundgebungen auch an anderer Stelle stattfinden könnten. Ob der Wirt mit der Klage durchkommt, bleibt abzuwarten. An sich geschieht hier nichts Gesetzeswidriges. In Deutschland gelten das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Versammlungsrecht. Solange alles friedlich bleibt, könnte Helmut Kurz es schwer mit seiner Klage haben.














