Wursthersteller-Familienbetrieb ist pleite – Auch Rewe betroffen

An der Wursttheke einer Metzgerei hält eine Frau zwei verschiedene Wurstsorten in die Kamera. Es handelt sich dabei um verschiedene Salami-Sorten. Die Wurst ist frisch aufgeschnitten und in der Auslage liegen noch viele andere Sorten von Fleisch. Viele Traditionsmetzgereien bieten inzwischen auch vegane Produkte an.
Symbolbild © istockphoto/kzenon

Ein weiterer Wursthersteller-Familienbetrieb ist nun pleite. Damit sind jetzt auch die Kunden von Rewe betroffen. Die Gründe für die Insolvenz sind vielfältig und ließen dem Inhaber keine andere Wahl mehr.

Das neue Jahr beginnt schwierig und voller Hoffen und Bangen, denn ein Wursthersteller-Familienbetrieb ist pleite. Er hat zwischen den Feiertagen im letzten Jahr Insolvenz angemeldet.

Schwierige Lage: Branche steuert schlechten Zeiten entgegen

Die Insolvenz eines weiteren fleischverarbeitenden Betriebes zeigt einmal mehr die schwierige Lage der Branche. Jedes Jahr nimmt die Anzahl der vegetarisch und vegan lebenden Menschen zu und entzieht der Branche damit quasi die Lebensgrundlage. Obwohl die überwiegende Mehrheit der Deutschen weiterhin Fleisch konsumiert, sind nur die wenigsten bereit, für Qualitätsfleisch mehr Geld auszugeben.

Dabei hatte der hier gemeinte Familienbetrieb 2023 erst sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Auf seiner Webseite wirbt er mit Nachhaltigkeit und umweltfreundlichen Prozessen. Zudem sei die Fleischqualität hoch und der Genuss schon quasi garantiert.

Familienbetrieb ist pleite: „Die Lage ist einfach denkbar schlecht“

Bereits 2024 hatte der Fleischhersteller Josef Maier GmbH & Co. KG aus dem bayerischen Bad Wörishofen Verluste gemacht. Am 29. Dezember gab es jedoch keinen Ausweg mehr aus der schwierigen Lage. Der Betrieb musste beim zuständigen Amtsgericht Insolvenz anmelden. Nach über 50 Jahren erfolgreicher Familiengeschichte muss man nun einen anderen Weg gehen. Laut Insolvenzverwalter habe die Suche nach einem Investor bereits begonnen. Ziel sei es nun, den Betrieb zu stabilisieren. Wie dies jedoch aussehen soll, ist noch vollkommen unklar. Laut eigenen Angaben auf der Firmenseite hat der Betrieb 250 Angestellte. Wie es nun weitergehen soll, wissen sie auch nicht.

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Dabei gilt die Josef Maier GmbH & Co. KG als einer der führenden Verarbeiter von Wildfleisch. Laut eigenen Angaben beliefert das Unternehmen Großverbraucher, Supermärkte und Discounter sowie Gastronomiebetriebe in zehn verschiedenen Ländern. Auch die Kunden von Rewe sollen betroffen sein. Hier findet man zu den Festtagen nämlich Hirsch- und Wildschweingulasch sowie Rehbraten aus der Keule. Und genau hier sieht die Geschäftsführung das Problem. Die Kunden seien nicht nur zurückhaltend geworden, sondern kauften auch nur zu den Festtagen die Produkte des Fleischverarbeiters. Erschwerend kam hinzu, dass die Bank kurzfristig keine weiteren Kredite gewährte. Wie es nun weitergeht, wird die Zukunft zeigen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Josef Maier GmbH & Co. KG, Rewe, Lebensmittel Zeitung)