Zecken-Alarm gilt ab März in Gärten – „Maßnahmen nun ergreifen“

Ein Mann in einem weißen Schutzanzug besprüht gerade Pflanzen, die mitten im Garten aufgereiht sind, mit einem Pestizid, das aus einem Schlauch kommt. Den Behälter hierzu trägt er an der Seite an einem Gurt. Im Hintergrund befinden sich Sträucher, Hecken und Bäume.
Symbolbild © istockphoto/JulPo

Viele Menschen freuen sich auf den Frühling. Doch mit ihm kommt wieder eine große Plage: In deutschen Gärten gilt ab März nämlich Zecken-Alarm. Entsprechende Maßnahmen zur Abwehr sollte man jetzt ergreifen, raten Experten.

Die höheren Temperaturen und der vermehrte Sonnenschein locken Mensch und Tier wieder hinaus ins Freie. Ab März treibt jedoch ein Ungeziefer wieder sein Wesen und löst damit echten Zecken-Alarm in den deutschen Gärten aus. Experten wissen, wie man diese Lästlinge fernhält.

Die Ruhe vor dem Sturm: Hobbygärtner ärgern sich über Zecken

Richtige Gänsehaut und einen wahren Ekel-Schauer lösen bei vielen Menschen die Zecken aus. Denn ihre Bisse sind nicht nur unangenehm, sondern können auch schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Laut Experten tragen schätzungsweise 10 bis 35 Prozent der Zecken Borrelien in sich und können diese dann auf den Wirt übertragen. Menschen erkranken dann an der Borreliose, die schwere Organschäden verursachen kann. Deshalb wollen viele Hobbygärtner dieses Ungeziefer nicht in ihrer Nähe wissen. Gibt es dann auch noch Haustiere im Haushalt, sind Schrecken und Vorsicht besonders groß.

Zecken-Alarm in deutschen Gärten: Mit diesen Tricks hält man sie fern

Zecken mögen es dunkel und feucht, so die Erkenntnis. Sie klettern nicht auf Bäume und springen auch nicht auf ihre Opfer. Vielmehr lauern sie in Bodennähe in dichtem Gras oder Unterholz. Wer vorbeistreift, streift die Zecke quasi ab. Und schon kann sich das Tierchen festbeißen, wenn es eine geeignete Stelle gefunden hat. Deshalb raten Experten dazu, dichte Büsche in Bodennähe so auszudünnen, dass dort Luft und Licht zirkulieren können. Zumindest, wenn man Aufenthaltsorte für sich und die Kinder schaffen möchte, sollten diese Büsche nicht in der Nähe stehen. Wer draußen war, sollte sich und den Nachwuchs gründlich nach Zecken absuchen. Wer einen Blutsauger entdeckt, sollte diesen mit einer Zeckenkarte entfernen und die Stelle beobachten. Wird sie rot und breitet sich die Röte aus, sollte man zum Arzt gehen.

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Zudem raten Experten dazu, Haustiere regelmäßig mit entsprechenden Zeckenmitteln zu versorgen. Diese bieten verlässlichen Schutz und sorgen dafür, dass sich die Zecken gar nicht erst festsaugen und im Garten ihre Eier ablegen können. Außerdem sollte man Platz für die Fressfeinde wie Igel und Kröten schaffen. Diese Arten regulieren den Zeckenbestand auf natürliche Weise. Duftpflanzen wie Rosmarin oder Katzenminze halten die Blutsauger zuverlässig fern.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Robert Koch-Institut, Deutsches Grünes Kreuz, Zecken.de)