Zu viel Milch: Erste Landwirte müssen Tausende Kühe schlachten

Auf einem Tisch steht ein Glas, in das aus einer Kanne Milch geschüttet wird. Im Hintergrund weiden Kühe auf einer Wiese.
Symbolbild © istockphoto/WDnet

Die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump zeigt zunehmend globale Auswirkungen. Besonders betroffen sind Länder mit engen Handelsbeziehungen zu den USA. Erste Landwirte müssen wohl Tausende Kühe schlachten.

Mit einer Reihe von Zöllen auf Stahl, Aluminium und chinesische Produkte sowie der Neubewertung internationaler Handelsabkommen setzt Trump klare Signale: Amerika soll wieder wirtschaftlich dominieren. Experten warnen, dass diese Strategie nicht nur US-Partner, sondern auch die Weltwirtschaft belastet.

Trumps Zölle wirken sich auf die Weltwirtschaft aus

In China und der Europäischen Union positionieren Regierungen sich bereits mit Gegenmaßnahmen. Auch in Entwicklungsländern könnten steigende Rohstoffpreise und Handelsschranken das Wachstum bremsen. Die aggressive Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump wirkt sich längst nicht nur auf die Vereinigten Staaten aus, denn weltweit sind die Folgen spürbar. Für viele Exportnationen bedeutet die Politik der USA unmittelbare Herausforderungen.

China, größter Handelspartner der USA, sieht sich mit hohen Strafzöllen auf Waren im Wert von mehreren Milliarden Dollar konfrontiert. Das zwingt chinesische Unternehmen, alternative Märkte zu suchen oder Preise anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ähnliche Probleme treffen europäische Industrien, zum Beispiel deutsche Autohersteller, französische Maschinenbauer oder italienische Modeunternehmen spüren die Auswirkungen der US-Zölle.

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Erste Landwirte müssen Tausende Kühe schlachten

Die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump wirkt sich direkt auf Schweizer Milchbauern aus, denn hohe Importzölle auf ausländische Produkte haben die Exporte von Schweizer Käse in die USA drastisch reduziert. Besonders betroffen ist der beliebte Gruyère, dessen Absatz in Übersee um mehr als die Hälfte zurückgeht. Die Folge: In der Schweiz produziert die Milchindustrie derzeit deutlich mehr Milch, als abgenommen werden kann. Branchenvertreter warnen, dass die Überproduktion nun ernsthafte Probleme für die Landwirte nach sich zieht.

In der Schweiz leben rund 500.000 Milchkühe. Normalerweise werden jedes Jahr etwa 85.000 davon geschlachtet. Wegen des aktuellen Milchüberschusses könnte diese Zahl jedoch steigen. Wie viele Tiere zusätzlich betroffen sein werden, ist schwer abzuschätzen, da die Maßnahme für Bauern freiwillig ist. Der Überschuss liegt derzeit bei rund fünf Prozent. Um das auszugleichen, müssten laut Medienberichten etwa 25.000 weitere Kühe geschlachtet werden.