Zuschlag: Erste Bäckereien verlangen Gebühr fürs Brotschneiden

Ein frisch gebackenes, rustikales Sauerteigbrot mit dunkler, rissiger Kruste und mehliger Oberfläche liegt auf einem Holzbrett neben einem metallischen Kreissägeblatt-Brotschneider.
Symbolbild © imago/Manfred Segerer

Es ist einfach unfassbar, aber die ersten Bäckereien verlangen tatsächlich eine extra Gebühr fürs Brotschneiden. Dabei sind die Backwaren für viele Kunden sowieso schon viel zu teuer geworden.

Schon alleine die Backwaren sind für viele Kunden nicht mehr zu bezahlen. Sie weichen lieber auf Ware aus dem Discounter aus, um den Geldbeutel zu schonen. Doch die ersten Bäckereien gehen einen Schritt weiter und verlangen eine Gebühr fürs Brotschneiden.

Gebühr fürs Brotschneiden: Kunden sind wütend

Natürlich haben die Bäckereien neben anderen Handwerksbetrieben zu kämpfen. Sie müssen nicht nur ihre höheren Preise immer wieder verteidigen, obwohl es sich dabei um höhere Qualität als in Supermärkten und Discountern handelt. Doch immer mehr Kunden vergleichen genau diese beiden Unterschiede miteinander und schauen auf den Preis. Sie müssen oftmals jeden Cent mehrmals umdrehen und wählen natürlich diejenigen Backwaren aus, die günstiger sind. Oftmals verbinden sie Einkauf und Bäckerei so miteinander und meiden die echten Bäckereien. Und selbstverständlich müssen auch sie ihre gestiegenen Kosten abdecken. Doch die erste Bäckerei treibt es nun auf die Spitze und verlangt fürs Brotschneiden eine Gebühr. Dabei war dieser Service bislang immer kostenlos. Die Kunden fühlen sich über den Tisch gezogen und machen ihrer Wut öffentlich Luft. Im Netz wollen einige in Zukunft diese Bäckerei sogar meiden.

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Kostenloser Service wird nun gebührenpflichtig – „Nicht die erste Extra-Gebühr“

Die Bäckerei Sgrio im Zentrum von Mailand macht genau das: Wenn Kunden geschnittenes Brot haben möchten, müssen sie dafür 20 Cent extra zahlen. Experten sehen darin eine Touristen-Gebühr, denn meistens kaufen diese genau dort ein, wo sich gerade eine große Sehenswürdigkeit befindet oder sie eine besonders beliebte Stadt besichtigen wollen. Doch auch Einheimische müssen diese Gebühr hier zahlen. Entsprechend gehen die Menschen auf die Barrikaden. Sie wollen in Zukunft nicht mehr in dieser Bäckerei einkaufen und machen ihren Unmut in den sozialen Medien Luft.

Doch der Eigentümer der Bäckerei rechtfertigt diesen Schritt mit einem praktischen Argument: Immerhin habe er extra eine Brotschneidemaschine gekauft, die viel Geld gekostet habe. Er biete den Menschen damit einen Service, den es gar nicht überall gebe. Auf die Proteste der Kundschaft reagiert die Bäckerei gelassen: Man halte diese Gebühr für richtig und werde sie auch weiterhin von den Kunden verlangen.