-20 Grad: Polar-Kältepeitsche im Januar erwartet in Deutschland

Es ist Winter in Deutschland und ein Schneesturm fegt über eine dreispurige Autobahn hinweg. Die Autos und Lkws kommen nur langsam voran und die Sicht ist schlecht. Alle Fahrzeuge haben die Lichter an, um besser zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/FatCamera

Jetzt zeigt sich der Winter offenbar doch noch. Eine Polar-Kältepeitsche im Januar wird die Temperaturen plötzlich spürbar sinken lassen. Deutschland kann sich nun auf Frost, massive Kälte und reichlich Schnee einstellen. 

Ein abwechslungsreicher Wintermonat endet. Zum Jahreswechsel wird es überraschend frostig. Alles Wichtige zum Januarwetter.

Sie kommt: Polar-Kältepeitsche im Januar erwartet

Reichlich Sonne, zum Teil frühlingshafte Temperaturen, aber dann auch wieder Minusgrade und ein wenig Schnee ‒ so fiel der Januar 2025 aus. Meteorologen sind sich einig: Insgesamt war der diesjährige Wintermonat zu mild. Doch traditionell ist kein anderer Monat so kalt wie der Januar. Das liegt an der zeitversetzten Wärmeabgabe der Erde: Im Sommer wird Wärme gespeichert, die im Herbst allmählich abgegeben wird und im Laufe des Winters komplett verloren geht. Im Januar ist die „Wärmereserve“ schließlich aufgebraucht ‒ und dann wird es spürbar kühler.

Überraschend frostig: Jahreswechsel bringt heftigen Wintereinbruch

Wettermodelle zeigen, dass der Start ins Jahr 2026 nun besonders frostig werden könnte. Hintergrund ist die eisige Polarluft, die in unsere Breitengrade vordringt. Die Luftströme aus den arktischen Regionen begünstigen einen Wintereinbruch, den es so laut Meteorologen schon seit Jahren nicht mehr in Deutschland gegeben hat. Teilweise könnten die Temperaturen in den ersten zwei Wochen nachts auf bis zu minus 20 Grad absinken. Schnee und Frost werden wohl vielerorts zu glatten Straßen führen. Demnach steigt das Risiko für Verkehrsunfälle wieder deutlich an.

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigt die Prognose zum Jahreswechsel. Ob es so kommt, bleibt zunächst jedoch abzuwarten. Klimaforscher erklären, dass der mitteleuropäische Winter wegen des Klimawandels zunehmend mild ausfällt. Extreme Kälte kommt immer seltener vor. Umso bemerkenswerter sind die aktuellsten Modellrechnungen. Fachleute sehen darin dennoch keinen Widerspruch zur fortschreitenden Erderwärmung. Sie verweisen vielmehr auf die zunehmenden Wetterextreme, die durch das veränderte Klima begünstigt werden und nicht nur der Landwirtschaft, sondern auch den Ökosystemen zusetzen. Klar ist auch: Wer Silvester im Freien verbringen will, muss sich besonders warm einpacken.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, NOAA)