
Jetzt sind die ersten Schneeflocken im Anmarsch. Der Herbst ist noch nicht mal komplett da, und schon schneit es. Die Menschen sind davon mehr als überrascht.
Der Oktober startet in Deutschland zunächst ungewöhnlich mild. Doch die aktuellen Wettermodelle deuten auf einen deutlichen Wetterwechsel hin. Nach Temperaturen von teilweise mehr als 20 Grad könnten schon bald Frost und erste Schneeflocken folgen.
Jetzt kippt das Wetter plötzlich
Zum Monatsbeginn sorgt ein kräftiges Hoch über Mittel- und Nordeuropa zunächst für ruhiges und vielerorts trockenes Wetter. Im Südwesten von Deutschland steigen die Temperaturen zeitweise sogar auf 24 bis 25 Grad. Die Wetterexperten rechnen damit, dass die stabile Wetterlage ungefähr bis zum 10. Oktober anhält. Danach steigt allerdings die Unsicherheit deutlich. Einige Wettermodelle lassen das Hoch länger bestehen, andere zeigen bereits um den 12. oder 13. Oktober einen markanten Temperatursturz. Dann könnten kalte Luftmassen aus Skandinavien nach Deutschland gelangen. Statt mehr als 20 Grad erreichen die Temperaturen vielerorts möglicherweise nur noch 10 bis 15 Grad. Gleichzeitig wächst die Wahrscheinlichkeit für Nacht- und Bodenfrost. In den höheren Mittelgebirgslagen könnten dann auch erste Schneeflocken fallen.
Besonders oberhalb von rund 1.000 Metern halten die Experten erste Schneeflocken oder Graupelschauer im Verlauf der zweiten Oktoberhälfte für realistisch. Zu den möglichen Kandidaten zählen unter anderem der Brocken im Harz, der Feldberg im Schwarzwald, der Fichtelberg im Erzgebirge und der Große Arber im Bayerischen Wald. Eine geschlossene Schneedecke bedeutet diese Prognose allerdings noch nicht. Stattdessen könnten erste Schneeflocken kurzzeitig für einen weißen Anstrich sorgen. Für tiefere Gebiete spielt Schnee nach jetzigem Stand noch keine größere Rolle.
Menschen sind davon überrascht
Dass erste Schneeflocken im Oktober in höheren Lagen auftreten, wäre allerdings kein außergewöhnliches Ereignis. Bereits am 4. Oktober 1994 schneite es in den Hochlagen des Thüringer Waldes. Langfristig verändert sich allerdings die Wahrscheinlichkeit für Schnee in den deutschen Mittelgebirgen. Die Wetterexperten weisen darauf hin, dass steigende Temperaturen die Zahl der Tage reduzieren, an denen Niederschlag als Schnee fallen kann.
Gleichzeitig halten sich Schneedecken kürzer als früher.
Besonders in höheren Lagen von Erzgebirge, Harz und Thüringer Wald zeigt sich dieser Trend deutlich. Trotzdem bleiben erste Schneeflocken im Oktober möglich, sobald ausreichend kalte Luft Deutschland erreicht. Genau diese Entwicklung zeigen einige Wettermodelle derzeit für die zweite Hälfte des Monats.
(Quellen: Deutscher Wetterdienst (DWD), ECMWF)














