
Die Monate Januar und Februar 2026 sorgten bisher in Deutschland für eisige Temperaturen, Schnee und Glatteis. Zwei so extrem kalte Wintermonate hintereinander gab es lange nicht mehr. Der Winter 2026 zeigt sich von seiner härtesten Seite.
Der Januar war frostiger als seit Jahrzehnten, und auch der Februar droht bisher kein Frühlingserwachen zu bringen. Warum uns die Kälte noch länger quält.
Bitterkalte Wochen im Osten
Deutschland bibbert weiter: Nächste Woche rollt erneut Kaltluft aus dem Osten heran. Schon der Januar präsentierte sich im Osten viel zu kalt – knapp drei Grad unter dem langjährigen Mittel der letzten drei Jahrzehnte. Schnee, gefrierende Nässe, Glatteis und ein beißender Wind ließen kaum Raum für Frühlingsgefühle. Für einige dürfte die Hoffnung auf einen milden Winter bisher enttäuscht worden sein. Experten warnen: Auch die erste Februarhälfte bringt kaum Entspannung. Tiefstwerte unter -15 Grad sind möglich, und große Tauwetter-Ereignisse könnten erst im letzten Drittel des Monats einsetzen.
Die Kälte trifft nicht nur Pendler, sondern auch unsere Nerven. Während auf den Straßen gefährlich glatte Bedingungen herrschen, fragen sich viele, ob der Winter überhaupt jemals weicht. Zwei so frostige Monate hintereinander gab es schon seit Jahren nicht mehr – ein Winter, der sich deutlich von den letzten Dekaden unterscheidet.
Der Polarwirbel spielt verrückt
Warum diese eisige Phase? Schuld daran ist der Polarwirbel, ein normalerweise stabiler Ring aus eisiger Luft rund um den Nordpol. Im Januar 2026 jedoch geriet er völlig aus dem Gleichgewicht. Wissenschaftler erklären, dass der Wirbel sich aufspalten und nach Süden ausweichen kann, wenn es zu einer sogenannten plötzlichen stratosphärischen Erwärmung kommt – einer extremen Erwärmung etwa dreißig Kilometer über der Erde.
Das Ergebnis: Arktische Kaltluft flutet ungehindert nach Europa und sorgt für Rekordfröste. Wissenschaftler bestätigten bereits Anfang Januar 2026 die ungewöhnliche Störung. Besonders paradox: Die globale Erwärmung spielt hier eine heimliche Hauptrolle. Eine wärmere Arktis und schmelzendes Meereis schwächen den Polarwirbel langfristig. Das bedeutet: Winter werden zwar milder, doch die Ausbrüche extremer Kälte treffen uns umso heftiger. Die nächsten Wochen könnten also richtig frostig werden. Wer dachte, der Frühling sei schon zum Greifen nah, muss sich noch einmal warm einpacken.
(Quellen: Deutscher Wetterdienst, meteorologische Klimadaten)














