Fast Minus 30 Grad: Frostpeitsche droht direkt nach Weihnachten

Ein Mann läuft mit einem Regenschirm durch eine verschneite Straße. Es ist ein kühler Tag und die Stadt ist grau. Im Hintergrund haben Autos bereits die Scheinwerfer an.
Symbolbild © istockphoto/nemar74

Weiße Weihnachten gab es dieses Jahr wieder nicht überall, doch ohne Kälte geht es trotzdem auch 2025 nicht. Denn an Weihnachten und den Feiertagen droht manchen Regionen in Deutschland eine echte Frostpeitsche von fast Minus 30 Grad!

Die Zeiten, zu denen der Dezember ständig mit Minusgraden und weißen Landschaften aufwartete, sind eigentlich vorbei. Trotzdem erwarten viele Regionen in der Bundesrepublik an und um Weihnachten teils Temperaturen von bis zu minus 30 Grad. Das ist eine echte Frostpeitsche, die daherkommen könnte.

Wenn der Traum von Schnee auf die Wirklichkeit trifft

Weiße Weihnachten gelten in vielen Köpfen als perfektes Fest. Erinnerungen an knirschenden Schnee unter den Schuhen und glitzernde Landschaften prägen Familiengeschichten. Doch die nüchterne Wetterstatistik erzählt eine andere Realität: Schnee am 24. oder 25. Dezember ist in Deutschland eher die Ausnahme als der Standard. Das liegt nicht nur am Klima hierzulande. Der Golfstrom und ozeanische Einflüsse prägen das Wetter stark und sorgen im Dezember oft für relativ milde Luftmassen, die Schneefall erst im Januar oder Februar begünstigen. Meteorologen unterscheiden zudem klar zwischen winterlichem Wetter und klassischen „weißen Weihnachten“, die erst dann gelten, wenn mindestens ein Zentimeter Schnee auf einer größeren Fläche liegt.

Denn für Schnee braucht es nicht nur niedrige Temperaturen, sondern auch die richtige Feuchtigkeit und Luftlage. Selbst Frosttage können völlig ohne Schneefall verlaufen, wenn die Luft zu trocken ist oder Niederschläge ausbleiben. Ein weiterer Einflussfaktor ist der Klimawandel. Langfristige Messreihen zeigen, dass Winter im Durchschnitt milder geworden sind und Schneetage im Dezember abgenommen haben. Das verringert die Wahrscheinlichkeit für echte weiße Weihnachten zusätzlich.

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Frost und Schnee nicht pünktlich zu Heiligabend

Während Schnee über die Weihnachtsfeiertage eher unwahrscheinlich bleibt, zeichnet sich anschließend ein drastischer Temperatursturz ab, der das Wettergeschehen komplett verändern könnte. Wetterrekorde zeigen, dass Deutschland in der Vergangenheit bereits ungewöhnlich tiefe Werte verzeichnete: So wurden in manchen Regionen am zweiten Weihnachtsfeiertag Temperaturen bis knapp unter minus 28 Grad gemessen – unabhängig davon, ob Schnee lag oder nicht. Trotz eines überwiegend milden und oft grauen Weihnachtsfestes kann der Polarwinter danach mit voller Wucht zuschlagen, wenn kalte Luftmassen aus dem Osten oder Norden einströmen.

Für Verbraucher bedeutet das konkret: Winterdienst, Autoreifen und Vorsorge im Haushalt sollten auch nach Weihnachten nicht vernachlässigt werden. Kältewellen können unter anderem zu vereisten Straßen, Frostschäden an Wasserleitungen und einer höheren Heizbelastung führen. Ein paar Grundregeln helfen dabei, die kalte Jahreszeit sicher zu bewältigen: Winterreifen früh montieren, Frostschutz im System prüfen und Außenwasserhähne abdecken oder entleeren, bevor es ernst wird.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)