
Europa erlebte einen Sommer voller Hitzerekorde. Auch Deutschland kämpft mit außergewöhnlichen Temperaturen. Nun richtet sich der Blick auf den September. Deutschland könnten wieder 30 Grad drohen.
Europa hat in diesem Sommer mehrfach extreme Hitze erlebt. Besonders Südeuropa geriet unter starken Temperaturdruck, doch auch andere Regionen des Kontinents verzeichneten ungewöhnlich hohe Werte. Auch der Herbst soll nun warm werden.
Deutschland registriert extreme Temperaturen
Die Hitze erreichte in diesem Sommer auch Deutschland mit großer Wucht. Ende Juni kletterten die Temperaturen hierzulande auf außergewöhnliche Werte. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes erreichte die Hitze regional mehr als 40 Grad. Dazu kamen Nächte, in denen die Temperaturen vielerorts kaum zurückgingen. Solche Bedingungen belasten den Körper, weil er sich in der Nacht nur schwer von der Hitze erholen kann. Die außergewöhnlichen Temperaturen beschränkten sich dabei nicht auf einzelne Tage. Mehrere Hitzephasen prägten den Sommer und machten die gesundheitlichen Folgen deutlich sichtbar.
Deutschland könnten wieder 30 Grad drohen
Hohe Temperaturen bedeuten für viele Menschen weit mehr als unangenehmes Wetter. Der Körper muss ständig Wärme abgeben, doch das gelingt bei extremer Hitze zunehmend schlechter. Besonders ältere Menschen, Kinder, Schwangere und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen reagieren empfindlich. Auch Menschen, die im Freien arbeiten oder körperlich anstrengende Tätigkeiten ausüben, tragen ein erhöhtes Risiko. Hitze kann Erschöpfung und Kreislaufprobleme auslösen und bestehende Erkrankungen verschärfen. Die Folgen zeigen sich in diesem Jahr auch in den deutschen Statistiken: Das Robert Koch-Institut schätzte bis Mitte August rund 15.800 hitzebedingte Todesfälle.
Mit dem September beginnt zwar der meteorologische Herbst, doch das bedeutet nicht automatisch einen schnellen Abschied von warmem Wetter. Aktuelle Modellberechnungen lassen für Deutschland weiterhin überdurchschnittliche Temperaturen im Herbst erwarten. Der Deutsche Wetterdienst sieht für September bis November eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen wärmeren Verlauf als im Referenzzeitraum 1991 bis 2020. Auch für den September halten Wettermodelle einzelne Werte um 30 Grad für möglich. Allerdings unterscheiden sich die Aussichten je nach Region und Zeitraum, zudem bleiben langfristige Prognosen unsicher.
(Quellen: DWD, ECMWF, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














