Herbst spielt verrückt – plötzlich kommen noch einmal 28 Grad

Ein Thermometer aus Holz vor einem klaren, blauen Himmel. Auf dem Thermometer sind verschiedene Symbole für unterschiedliche Wetterlagen abgebildet. Im Vordergrund sind unscharfe Herbstblätter zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/Csaba Toth

Jetzt spielt der Herbst in Deutschland plötzlich verrückt. Noch in dieser Woche erwarten Meteorologen sommerliche Verhältnisse. Vor allem für Menschen, die unter saisonalen Stimmungstiefs leiden, könnte das eine erfreuliche Nachricht sein. 

Die Tage werden dunkler. Mitten im Herbst zeigt sich nun allerdings die Sonne ‒ und das Thermometer klettert deutlich in die Höhe. Für viele ist es eine Chance, noch einmal etwas Vitamin D und gute Laune zu tanken.

Warum die kühle Jahreszeit aufs Gemüt drückt

Der Start in die kühle und nasse Jahreszeit bringt für einige Menschen ein echtes Stimmungstief mit sich. Oft wird dieses als „Herbstblues“ oder „Winterblues“ bezeichnet. Nicht immer bleibt es dabei: Wenn sich ein Tief in eine ernsthafte saisonale Depression (SAD) entwickelt, sind Betroffene oftmals auf professionelle Unterstützung angewiesen. Das fehlende Sonnenlicht und ein Überschuss des Schlafhormons Melatonin, das bei Dunkelheit vermehrt ausgeschüttet wird, begünstigen die Depression. Neben einer Psychotherapie empfehlen Fachleute deshalb zum Beispiel auch eine Lichttherapie.

Ein geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus soll sich ebenso günstig auf den Zustand auswirken. Wer überdies regelmäßig Herbstspaziergänge an der frischen Luft einplant, tut sich etwas Gutes. Zudem könnte diese Nachricht nun positiv stimmen: Trotz Herbstbeginn erwarten Meteorologen sommerliches Wetter am Wochenende. In einigen Regionen wird jetzt es besonders warm, sodass sich Sonnenanbeter mitten im Herbst auf ein kleines „Sommercomeback“ freuen dürfen.

Lesen Sie auch
Sommer-Finale mit 26 Grad – dann droht erster Bodenfrost

Der Herbst spielt verrückt ‒ wo es am Wochenende warm wird

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) soll das Thermometer am Oberrhein am Samstag auf bis zu 27 Grad klettern, am Sonntag dann auf bis zu 30 Grad. Generell wird es im Südwesten besonders freundlich, während es im Norden bis zu 25 Grad warm werden kann. Zwar ist es für die eher kühle Jahreszeit ungewöhnlich warm, doch einen Temperaturrekord prognostiziert der DWD dennoch nicht. Statistisch gesehen steigen die Durchschnittstemperaturen im Herbst sowohl in Deutschland als auch weltweit jedoch an. Gleiches gilt für den Winter, der zunehmend schneeärmer ausfällt. Das Phänomen erklären sich Klimaexperten mit der zunehmenden Erderwärmung.

(Quellen: DWD, SWR)