Historische Hitze: Deutschland knackt Rekord gleich dreimal

Eine Hitzewelle treibt das Thermometer in die Höhe. Die Temperaturen steigen immer weiter. Der Himmel ist leicht bewölkt, die Sonne scheint.
Symbolbild © imago/Herrmann Agenturfotografie

Am vergangenen Wochenende hat Deutschland einen Rekord gleich dreimal geknackt. Seit 145 ist dies laut historischen Aufzeichnungen nicht mehr vorgekommen. Experten warnen davor, dies auf die leichte Schulter zu nehmen.

Die extreme Hitze belastet Deutschland. Viele Bürger sorgen sich um ihre Sicherheit. Wir blicken direkt auf die aktuelle Lage. Das Land reagiert mit Hochdruck auf diese Herausforderung.

Viele Einsätze und einige Tote: Hitze-Wochenende fordert höhere Opferzahlen

Am Wochenende knackt Deutschland gleich dreimal einen Rekord und sorgt damit keinesfalls für Jubel. Denn von Freitag bis Sonntag galt deutschlandweit in den Feuerwehrzentralen und Notaufnahmen erhöhte Alarmbereitschaft. Im ganzen Bundesgebiet gab es gleich mehrere Waldbrände. Bei einem mussten sogar über 600 Bürger evakuiert werden, weil die Flammen wie wild um sich schlugen und es die Feuerwehr alle Mühe kostete, den Brand in den Griff zu bekommen.

Zu beklagen gibt es leider auch einige Todesopfer unter Mensch und Tier. Haustiere, insbesondere wenn sie schon älter und krankheitsbedingt vorbelastet waren, überlebten die Hitzewelle nicht. Und auch Menschen kamen aufgrund der Hitze ums Leben oder mussten akut im Krankenhaus behandelt werden. Dabei traf es keinesfalls nur alte Mitbürger. Wegen der hohen Temperaturen suchten viele Abkühlung beim Schwimmen in Seen und Flüssen. Dies forderte zahlreiche Opfer durch Ertrinken.

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Deutschland knackt Rekord gleich dreimal: „Hat es so noch nie gegeben“

Seit 1881 werden in Deutschland Wetterdaten aufgezeichnet. In den vergangenen 145 Jahren hat es einen solchen Rekord nicht gegeben, so die Experten. Im Juni 2019 gab es den höchsten Wert für diesen Monat mit 39,6 Grad in Bernburg. Diesen knackte Deutschland am vergangenen Wochenende gleich dreimal. Und auch den alten Allzeitwert von 41,2 Grad aus dem Juli knackte Deutschland an diesem Wochenende.

Allein die Tatsache, dass diese Höchstwerte bereits im Juni erreicht wurden, ließ die Wetterexperten Alarm schlagen. Am Freitag lag der am höchsten gemessene Wert bei 41,3 Grad in Saarbrücken-Burbach. Dies toppte am Samstag der Ort Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt mit 41,5 Grad. In Neißemünde in Brandenburg zeigte das Thermometer am Sonntag schließlich unglaubliche 41,7 Grad an. Dabei handelt es sich laut Experten keineswegs um Einzelfälle. Temperaturen über 40 Grad meldeten 250 Messstationen in ganz Deutschland. Diese Hitzewelle sollte man jedoch nicht auf die leichte Schulter nehmen, so Meteorologen. Das soll diesen Sommer nämlich bei Weitem nicht alles gewesen sein.

(Quellen: Deutscher Wetterdienst, wetter.net, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)