
Deutschland steht nun erneut eine heiße Wetterphase bevor. Die Temperaturen klettern kräftig nach oben. So lange bleibt die Hitze dieses Mal, bevor eine kurze Abkühlung folgt.
Deutschland schwitzt! Doch während die Temperaturen vielerorts weiter klettern, zeichnet sich bereits die nächste Wetterwende ab.
Eine kurze Hitze-Pause in der Wochenmitte
Der Hochsommer bleibt Deutschland zunächst erhalten. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wann ist endlich Schluss mit der Gluthitze? Während eine Kaltfront am Montag im Norden für Wolken, etwas Regen und bis zu 25 Grad sorgt, wird es im Süden und Osten teils sogar noch heißer. Besonders Berlin, Leipzig, Dresden sowie große Teile Bayerns und Baden-Württembergs müssen sich auf hohe Temperaturen einstellen. Der Hitze-Höhepunkt ist damit noch nicht überall erreicht.
Am Dienstag und Mittwoch sinken die Temperaturen vielerorts auf 25 bis 28 Grad. Am Oberrhein sind weiterhin um die 30 Grad möglich. Dazu gibt es vereinzelt Schauer oder Gewitter. Doch von einer nachhaltigen Wetterwende kann keine Rede sein. Denn der dringend benötigte Regen bleibt aus. Flächendeckender Landregen ist weiterhin nicht in Sicht.
Die Trockenheit bleibt das große Problem
Für Böden, Pflanzen und Gewässer bleibt die Situation deshalb angespannt. Experten zufolge ist bereits die Hälfte der Landkreise und kreisfreien Städte von akutem oder strukturellem Grundwasserstress betroffen. In einigen Regionen wird sogar das Trinkwasser knapp. Im bayerischen Böbrach sind die Vorräte nach Hitze und Regenmangel so stark zurückgegangen, dass Trinkwasser geliefert werden muss.
Der Druck auf die Politik wächst deshalb. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert einen „nationalen Kraftakt“ für die Wasserversorgung und Klimaanpassung. Städte und Gemeinden könnten die Folgen von Hitze und Dürre nicht allein bewältigen. Auch beim Schutz der Menschen müsse mehr passieren. Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt fordert einen besseren Hitzeschutz in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Denn obwohl extreme Hitze für viele Menschen gefährlich werden kann, verfügen bislang nur wenige Einrichtungen über eine Klimaanlage. Die kurze Abkühlung zur Wochenmitte bringt also nur eine Verschnaufpause. Die Hitze mag vorübergehend nachlassen – die Folgen der Trockenheit bleiben.
(Quellen: DWD, ECMWF)














