
Seit Wochen ächzen Mensch, Tier und Umwelt unter der großen Hitze. Besonders für Flora und Fauna hat die anhaltende Trockenheit teils dramatische Folgen. Der angekündigte Regen bringt kaum Besserung.
Deutschland schwitzt! Wie der Mensch, so benötigen bekanntlich auch Tiere und Pflanzen Wasser, um zu überleben. In weiten Teilen Europas ist genau das momentan jedoch Mangelware – die Böden sind schlichtweg zu trocken.
Hitze und Trockenheit haben verheerende Folgen
Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa sind die Niederschlagswerte schon seit Monaten auf einem Rekordtief. Was im Frühling dank milder Temperaturen vielleicht noch zu kompensieren war, stellt seit Beginn des Sommers ein immer größeres Problem dar. Viele heiße Tage weit über der 30-Grad-Marke und fehlender Regen stellen die ganze Bundesrepublik vor große Herausforderungen. Vereinzelte Regengüsse oder -tage bringen bei diesen Temperaturen nur wenig, da die Feuchtigkeit extrem schnell wieder verdunstet. Dadurch trocknet die Erde aus, die Natur geht ein und obendrein steigt die Brandgefahr.
Laut des Deutschen Wetterdienstes sinkt die Bodenfeuchte vor allem im Süden des Landes bereits seit dem Frühjahr besonders stark. Die Werte entsprechen derzeit etwa den Dürrejahren 2018 und 2022. Den Experten zufolge war sogar jeder Monat des bisherigen Jahres viel zu trocken. Nur gebietsweise lagen die Niederschlagswerte im durchschnittlichen Rahmen. Um die Vegetation am Leben zu halten, musste die Erde ihren natürlichen Wasserspeicher komplett verbrauchen. Vielerorts gilt daher ein Wasserentnahme- und Bewässerungsverbot – für Landwirte besonders bitter.
Regen kommt – der Tropfen auf dem heißen Stein?
Für die kommenden Tage ist eine Entspannung der Wetterlage in Sicht. Während in der Mitte bis in den Norden Deutschlands die Temperaturen stark sinken – teils auf Tiefstwerte bis zu 9 Grad –, bleiben die hohen Werte im Süden noch halbwegs präsent. Insbesondere im Südwesten gelten aktuell nicht nur Hitzewarnungen, sondern auch örtlich Warnungen vor starkem Gewitter und kräftigen Schauern. Doch im Verlauf der Woche soll es in allen Teilen Deutschlands immer mal regnen. Geht es nach den Experten, ist jedoch nach wie vor zu wenig Niederschlag gemeldet. Dieser reiche bei Weitem nicht aus, um das natürliche Wasserreservoir wieder aufzufüllen. Die Hoffnung aller liegt nun auf einem niederschlagsreichen Herbst und Winter.
(Quellen: DWD, UFZ)














