Kein Winter in Sicht: 3. Advent in Deutschland viel zu warm

Auf dem Bild ist ein Weihnachtsmann am Strand zu sehen. Im Hintergrund befindet sich das Meer mit hohen Wellen. Der Weihnachtsmann entspannt auf einem Klappstuhl.
Symbolbild © istockphoto/davidf

Der Winter zeigt sich in Deutschland seit Jahren ungewöhnlich mild. Der Schneefall bleibt vielerorts aus, frostige Tage sind selten geworden. Und auch dieses Jahr ist in Deutschland kein Winter in Sicht.

Weiße Weihnachten sind in Deutschland inzwischen die Ausnahme. In weiten Teilen des Landes bleibt der Schnee an Heiligabend seit Jahren aus, die Temperaturen bewegen sich häufig über dem Gefrierpunkt. Besonders in der Adventszeit fällt dieser Wandel auf.

Deutsche hoffen auf weiße Weihnachten

Wenn überall im Land die Weihnachtsmärkte öffnen, Lichterketten die Innenstädte schmücken und Glühwein ausgeschenkt wird, wächst bei vielen Menschen die Sehnsucht nach Schnee. Winterliches Wetter gilt für viele als entscheidender Stimmungsfaktor, der das vorweihnachtliche Erlebnis abrundet. Stattdessen stehen die Besucher von Weihnachtsmärkten heutzutage oft bei milden Temperaturen und Regen zwischen Buden und Karussells. Händler und Veranstalter berichten, dass Schmuddelwetter sich negative auf die Atmosphäre auswirkt und teils auch die Besucherzahlen beeinflusst. Meteorologen ordnen diese Entwicklung in einen größeren Zusammenhang ein. Das Klima verändert sich und mit diesen Veränderungen nehmen ungewöhnliche Wetterlagen zu – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

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Weihnachtswetter immer seltener: Kein Winter in Sicht

Viele Länder sehen sich zunehmend mit unvorhersehbaren Phänomenen konfrontiert: Hitzeperioden, Starkregen, lange Trockenphasen oder milde Winter treten häufiger auf und stellen Gesellschaften vor neue Herausforderungen. Auch jahreszeitliche Grenzen verschwimmen zunehmend. Während früher stabile Wetterverläufe typisch waren, prägen heute extreme Ausschläge und längere Abweichungen von Durchschnittswerten das Bild. Aktuell bestätigt sich dieser Eindruck auch mit Blick auf den dritten Advent.

Denn das Wetter aktuell ist ungewöhnlich mild und freundlich: Sonnige Abschnitte und Temperaturen zwischen 6 und 11 Grad prägen das Wochenende. Selbst nachts sinken die Werte kaum unter drei Grad. Von winterlichen Bedingungen ist kaum etwas zu spüren. Nach Einschätzung der Wetterexperten bleibt diese milde Phase voraussichtlich erst einmal bestehen, da sich ein stabiles Hochdruckgebiet über Mitteleuropa festgesetzt hat. Diese Wetterlage blockiert das Vorrücken kälterer Luftmassen, Tiefdruckgebiete kommen kaum durch. Allenfalls in einigen höher gelegenen oder östlichen Regionen, etwa in Teilen Sachsens oder Bayerns, könnte es vereinzelt zu Bodenfrost kommen. Von einem klassischen Winter kann jedoch derzeit keine Rede sein.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, AFP, severe-weather.eu)