Klimaforscher beunruhigt: Hitze-Risiko steigt auf über 70 Prozent

Ein Feld von Sonnenblumen mitten im Sommer. Die Blumen sind alle vertrocknet. Der Himmel ist strahlend blau und im Hintergrund kann man erkennen, dass es sehr warm ist. Offenbar herrscht eine Dürre.
Symbolbild © istockphoto/EKH-Pictures

Weltweit zeigen sich die Klimaforscher äußerst beunruhigt. Laut neuesten Erkenntnissen steigt das Hitze-Risiko für die Menschheit auf über 70 Prozent. Die Menschen müssen dringend etwas unternehmen.

Wenn sich die Menschheit nicht sofort ändert und ernsthafte Bemühungen unternimmt, steigt das Hitze-Risiko auf über 70 Prozent. Dessen sind sich Forscher aufgrund neuester Auswertungen sicher und zeigen sich extrem beunruhigt.

„Wenn wir nicht schnell etwas unternehmen, wars das!“

Dass die Menschheit mit ihrer Lebensweise dem Planeten Erde massiv schadet, ist wahrlich keine neue Erkenntnis. Bislang hatten Forscher zwar vor massiven Auswirkungen gewarnt. Allerdings räumten sie den Ländern dieser Welt auch deutlich mehr Zeit ein, um durch gesetzte Klimaziele zu erreichen, dass sich die Erde wieder erholen kann. Inzwischen haben überall auf der Welt die Bevölkerungen auch etwas unternommen. Im Großen wie im Kleinen setzt man auf klimafreundlichere Alternativen. Forscher und Entwickler arbeiten mit Hochdruck an klimafreundlicher Fortbewegung und Arbeit.

Nun haben aktuelle Daten jedoch gezeigt, dass wir gar nicht mehr so viel Zeit haben, wie zu Beginn angenommen. Nicht umsonst haben beispielsweise die Länder in Europa das Ziel gesetzt, dass die Temperaturen nicht über 1,5 Grad steigen dürfen. Übersteigen wir die Temperaturen um 1,5 Grad und mehr – so, wie es in den Jahren 2023 und 2024 geschehen ist – erreichen wir einen Klima-Kipppunkt. Und an diesem können sich die stabilen Bedingungen von einem Tag auf den anderen ändern.

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Hitze-Risiko steigt auf über 70 Prozent: Fatale Folgen

Die Überschreitung um mehr als 1,5 Grad hat die Auswirkungen bereits 2024 gezeigt. Es folgten zahlreiche Überschwemmungen, extreme Abschmelzungen der Polarkappen. Auch die Gletscher schmelzen schneller, wie ein Bericht zeigte. Damit könnte auch das Hitze-Risiko auf 72 Prozent ansteigen und sei laut Forschern nicht mehr umkehrbar. Sie nehmen als Indiz dafür die „Kippelemente“ des Erdklimasystems. Dies sind zum Beispiel das Sterben von Teilen des Amazonas, schmelzende Gletscher, der auftauende Permafrost in den nördlichen Wäldern der Erde oder das Schmelzen des grönländischen und des westantarktischen Eisschilds.

Werden diese Elemente erst einmal in Gang gesetzt, sind sie nicht nur unaufhaltsam, sondern lösen weitere Katastrophen aus. Die Klimaforscher sprechen deshalb eine eingehende Warnung aus. Normalerweise ergeben sich höhere Temperaturanstiege erst in einem Zeitrahmen von 20 Jahren. Die letzte Überschreitung von 2023 und 2024 zeige jedoch, dass der Klimawandel schneller voranschreite als zunächst angenommen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Oregon State University, Fachzeitschrift „One Earth“, Euronews, Scinexx)