
Eine neue Studie sorgt jetzt für Aufsehen bei den Menschen. Denn offenbar töten Hitzewellen schon viel früher als gedacht. Für viele Menschen sind die Folgen damit besonders fatal.
Das Hitzewellen töten, ist schon längst bekannt und sie gehören längst zu den größten Gesundheitsrisiken unserer Zeit. Doch eine neue Studie zeigt jetzt, dass die Gefahr durch extreme Temperaturen deutlich früher beginnt als bisher angenommen. Das stellt bisherige Annahmen über die Belastungsgrenzen des menschlichen Körpers grundlegend infrage – und könnte weitreichende Folgen haben.
Grenzwerte liegen ganz woanders
Bisher galt eine sogenannte Feuchtkugeltemperatur von 35 Grad als kritischer Wert. Diese beschreibt eine Kombination aus Hitze und Luftfeuchtigkeit, und man hat sie lange als die Grenze angesehen, ab der der menschliche Körper nicht mehr in der Lage ist, sich ausreichend abzukühlen. Eine neue Studie zeigt nun jedoch: Genau diese Schwelle ist eigentlich viel geringer und Hitzewellen töten viel eher. Die Untersuchung zeigt, dass der Körper bereits bei niedrigeren Werten an seine Grenzen stößt. Entscheidend ist dabei vor allem die Luftfeuchtigkeit. Denn der menschliche Körper reguliert seine Temperatur über das Schwitzen. Verdunstet Schweiß, entsteht ein kühlender Effekt.
Ist die Luft jedoch bereits stark mit Feuchtigkeit gesättigt, funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr richtig. Dadurch steigt die Körpertemperatur unkontrolliert an, und das kann lebensbedrohlich sein. Besonders problematisch ist zudem, dass bisherige Grenzwerte oft von idealisierten Bedingungen ausgehen. Faktoren wie Alter, Vorerkrankungen oder Fitness wurden kaum berücksichtigt. Eine neue Studie war also notwendig, um zu beweisen, wann Hitzewellen töten. Insbesondere ältere Menschen oder Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind deutlich anfälliger für Hitze.
Wetter wird immer mehr zur Gefahr
Auch direkte Sonneneinstrahlung oder körperliche Aktivität erhöhen die Belastung massiv und sorgen dafür, dass Hitzewellen töten. Hinzu kommt, dass viele Menschen die Gefahr nicht ernst nehmen. Während extreme Temperaturen oft mit Urlaub oder Sommer assoziiert werden, sind die gesundheitlichen Risiken enorm. Kopfschmerzen, Probleme mit dem Kreislauf oder Müdigkeit sind häufig erste Warnsignale. Im schlimmsten Fall kann es jedoch zu einem Hitzschlag kommen. Unabhängig von der neuen Studie ist inzwischen auch in Deutschland spürbar, dass sich das Wetter verändert. Der Deutsche Wetterdienst warnt, dass sich die Anzahl heißer Tage (über 30 Grad) seit den 50er-Jahren etwa verdreifacht hat.
Städte gelten dabei als besonders gefährdet, da sich Beton und Asphalt stark aufheizen. Nächtliche Abkühlung bleibt oft aus, und auch Klimaanlagen findet man in Deutschland kaum. Das ist eine zusätzliche Belastung für den Körper. Laut dem Umweltbundesamt sind in Deutschland bereits mehrere Tausend Todesfälle durch Hitze pro Jahr zu verzeichnen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redaktion, Nature Communications, Arizona State University)














