Meteorologen warnen – „Der Januar 2025 bricht alle Traditionen“

Ein Wetterexperte steht auf einer Bühne vor einer riesigen digitalen Wetterkarte und erklärt den Zuschauern etwas. Auf der anderen Seite steht ein anderer Mann und schaut ebenfalls auf die Wetterkarte.
Symbolbild © imago/Heiko Feddersen

Klimaforscher bestätigen, was viele Experten bereits befürchtet hatten. Der Januar 2025 ist anders als erhofft ausgefallen. Was das für den Wintermonat im Jahr 2026 bedeutet – und warum Fachleute über die Entwicklung alarmiert sind.

Selten waren Forscher weltweit so besorgt. Das Winterwetter macht nicht nur Weihnachtsfans, sondern auch Klimaexperten zu schaffen. Ein Rückblick auf den diesjährigen Januar verrät, warum tatsächlich Grund zur Sorge besteht.

Erschreckender Rekord: So fiel der Januar 2025 weltweit aus

Dürre und starke Regenfälle sind Zeichen des Klimawandels, der weiter voranschreitet. Bereits seit Jahren warnen Klimaforscher davor, dass sich die Situation weltweit zuspitzt. Sowohl schlechte Ernten als auch zunehmende Trockenperioden in armen Ländern setzen der Umwelt und den Menschen zu. Auch die milden Wintermonate fallen auf und sorgen vor allem bei Weihnachtsfans für schlechte Stimmung, die immer noch auf weiße Flocken an ihren Lieblingsfeiertagen hoffen.

Der Januar 2025 hat einen besonderen Rekord gebrochen: Noch nie war der Wintermonat weltweit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen so warm. Bereits der Januar 2024 sorgte für viel Aufsehen, weil die Temperaturen schon damals zu hoch ausfielen. Ein Jahr später dann die Ernüchterung, die Klimaexperten bereits vorausgesagt hatten. Das globale Temperaturmittel lag bei 13,23 Grad ‒ die offizielle Bestätigung für den wärmsten Januar überhaupt, denn das Klima hat sich um 1,75 Grad erwärmt.

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Was der Klimawandel mit dem kommenden Januar macht

Obwohl einige Prognosen einen kälteren Januar für das kommende Jahr voraussagen, dürfte dieser nur geringfügig anders ausfallen. Denn ein schwacher Polarwirbel könnte arktische Luftströme begünstigen, weshalb Meteorologen vergleichsweise frostige Temperaturen nicht ausschließen. Dennoch macht die Erderwärmung keinen Halt, die Winter fallen insgesamt immer milder aus. Wettermodelle sagen derzeit eine eher bescheidene Temperaturabweichung von ungefähr einem Grad gegenüber dem Normwert für Januar 2026 voraus. Das bedeutet: Der Wintermonat wird im Vergleich zu 2025 wohl kälter, aber nur minimal. Weil die Prognosen schwanken, sollten Winterfans allerdings noch einige Wochen abwarten, bis aussagekräftige Details vorliegen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, NOAA)