Minusgrade zum Winter: Sibirische Kälte rückt in Deutschland an

Schneemassen bedecken Hausdach
Symbolbild

Während der November eher trist und grau war, bringen die ersten Dezembertage Kälte und Schnee. Deutschland erwartet ein neues Schneetief und Ostwind.

Scheinbar gelingt dem Winter mit seinem meteorologischen Beginn am 1.Dezember fast eine Punktlandung. Laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung sind die milden Temperaturen erst einmal vorbei. Anfang Dezember wird es empfindlich kälter. Das Wetter kippt und geht mit großen Schritten in den Frühwinter über. Spätestens am Freitag liegen die Tagestemperaturen im Bundesgebiet bei unter 5 °C, so der Wetterexperte.

Neuschnee in vielen Bundesländern am Freitag

Den aktuellen Modellrechnungen zufolge schneit es in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Der Schneefall startet wohl am Freitag-Nachmittag auch im südöstlichen Teil von Deutschland. Die Schneefälle reichen im Tagesverlauf bis in die Landesmitte und in den Osten.

Glätte und Eis in der Nacht

Der Deutsche Wetterdienst – kurz DWD – rechnet in der Nacht auf Freitag mit Sprühregen und Schneegriesel in Mitteldeutschland und im Norden. Deshalb kann es örtlich zu erhöhtem Glätteaufkommen kommen. Die Temperaturen können ebenfalls bis auf -4 °C fallen.

Im Tagesgeschehen wird aus dem Schneeregen langsam fester Schnee. Die Tageshöchstwerte liegen laut DWD bei ein bis 5 °C. Im Osten dürfte das Thermometer nur selten über 0 °C steigen. Dauerfrost ist im östlichen Bergland zu erwarten. Beste Voraussetzungen für ein Glas heißen Punsch auf einem der hiesigen Weihnachtsmärkte.

Sibirsches Kältehoch Erik sorgt für kalte Füße

Verantwortlich für die tiefen Temperaturen und den Neuschnee ist das Sibirienhoch mit Namen Erik. Es bringt eine Menge kalte Luft nach Europa. Die aktuellen Modellberechnungen sehen noch starke Abweichungen für die nächsten sieben Tage. Doch lässt sich an dieser Stelle schon ein Wettertrend erkennen.

Die gegenwärtigen Prognosen für den Dezember gehen nach unten, das erklärt Meteorologe Dominik Jung. Demnach wird es zum zweiten Adventswochenende nochmals kälter. Mit weiteren kalten Wetter-Überraschungen ist zu rechnen, solange das Kältehoch Erik in der Nähe von Europa bleibt.