
Im Herbst zieht nun die nächste Saharastaub-Welle über Deutschland hinweg. In einigen Regionen geht dieses Phänomen mit Blutregen einher und färbt die Städte wieder rostig braun.
Die nächste Saharastaub-Welle zieht nun im Herbst über Deutschland hinweg und beschert uns zusätzlich sogar noch Blutregen. So mancher blickt diesem immer häufiger auftretenden Phänomen mit gemischten Gefühlen entgegen.
Bis zu 15 Mal im Jahr: Phänomen kommt immer häufiger zu uns
Zwischen März und Juni und Oktober und November ziehen Saharastaub-Wellen über Deutschland hinweg. So kann es laut Experten vorkommen, dass uns der Staub bis zu 15 Mal im Jahr treffen kann. Einige machen sich beim Anblick des roten Himmels und des dichten Nebels, der damit oft einhergeht, Sorgen um die eigene Gesundheit – einmal ganz abgesehen davon, dass rote Schlieren auf Fenstern und Autoscheiben als Rückstände zurückbleiben. Fachleute geben jedoch Entwarnung. Für gesunde Menschen stellt der Saharastaub keine Gefahr dar. Bei empfindlichen Erwachsenen und Kindern können die Augen und die Atemwege leicht gereizt werden, gefährlich ist dies jedoch nicht.
Saharastaub-Welle im Herbst: Schuld ist der Klimawandel
Da das Phänomen immer häufiger auftritt, fragen sich viele, woher das eigentlich kommt. Schuld daran ist laut Meteorologen der Klimawandel, der dafür sorgt, dass es in Nordafrika häufiger zu Hitzewellen und dem damit einhergehenden Aufwirbeln des Staubes kommt. Bei günstig stehenden Winden tragen die Luftmassen den Saharastaub dann über komplette Kontinente. Da es in Deutschland beispielsweise – genauso wie in Europa – typischerweise mehr Niederschläge gibt, fällt der in den Wolken eingelagerte Staub mit dem Regen zu Boden und färbt diesen rostrot.
Deshalb sehen wir nicht nur einen rötlichen Himmel, sondern finden nach dem Trocknen rostbraune Schlieren auf den Fenstern und den Autoscheiben. Da der Regen rot aussieht, nannten ihn unsere Vorfahren schon Blutregen, auch wenn sie gar nicht wussten, welche Ursachen hinter diesem Phänomen stecken. Aufgrund des Klimawandels können wir uns jedoch darauf vorbereiten, dass wir es mit dem Saharastaub noch öfter zu tun haben werden.
(Quellen: eigene Recherche der ka-insider-Redakteure, Wetter.net, METEORED)














