Mit Minusgraden: Deutschland droht eine arktische Kältewende

Auf dem zugeschneiten Dach eines Hauses stehen zwei Personen in warmer Winterbekleidung. Auch im Vordergrund liegt eine dicke Schneeschicht. Die Personen haben Schneeschaufeln, um den Schnee zu beseitigen.
Symbolbild

Der Dezember wird offenbar zu mild, doch der kommende Januar könnte plötzlich eine arktische Kältewende nach Deutschland bringen. Meteorologen sind erstaunt über die aktuellen Entwicklungen, die Wettermodelle ganz überraschend anzeigen. 

Fans der kalten Jahreszeit atmen auf. Jetzt zeigt sich der Winter doch noch: Der anstehende Januar wird wohl frostiger als bisher vorausgesagt.

Überraschung: Eine arktische Kältewende könnte auf Deutschland zusteuern

Er hat den Ruf, der eisigste Wintermonat zu sein. Diesem konnte der Januar 2025 nicht ganz gerecht werden. Laut Deutschem Wetterdienst fielen die Temperaturen im Schnitt zu mild aus ‒ mit wenigen Frostphasen und weniger Schnee als üblich. Stattdessen gab es mehr Regen und außerdem auch mehr Sonnenstunden. Was für Fans von mildem Wetter gut klingt, hat für die Umwelt weniger positive Folgen. Die Entwicklung bestätigt nur die Folgen des Klimawandels, der zunehmend zur Zerstörung natürlicher Lebensräume beiträgt und die Landwirtschaft belastet. Wettermodelle wie das CFS-Modell der NOAA lassen nun aufhorchen.

Frostige Aussichten: Warum Meteorologen ihre Prognosen plötzlich ändern

Lesen Sie auch
Warmes Frühlingswetter zum zweiten Advent in Deutschland

Meteorologen haben festgestellt, dass der Januar 2026 kälter als bisher angenommen ausfallen könnte. Grundsätzlich deutet zwar alles auf einen recht milden Verlauf des traditionell kältesten Wintermonats hin. Diese Tendenz wird sowohl vom amerikanischen Wettermodell als auch von europäischen Modellen bestätigt ‒ es könnte ein bis zwei Grad wärmer als im Schnitt werden. Allerdings sind überraschende Kältephasen zu Beginn des neuen Jahres mittlerweile ebenfalls wahrscheinlich.

Hintergrund der neuen Prognosen sind atmosphärische Veränderungen, die für frostige Januartage sorgen. Dazu trägt der arktische Polarluftwirbel durch seine Instabilität bei. Hinzu kommt womöglich ein weiterer Wetterfaktor aus Eurasien: Wenn früh viel Schnee fällt, bildet sich eine Art „Kältespeicher“. Ein Teil des Speichers könnte sich im Januar auch in Richtung Deutschland entladen. Wie kalt die prognostizierten Phasen im Januar tatsächlich ausfallen, hängt auch von der jeweiligen Region ab. In höheren Lagen ist der Wintermonat traditionell frostiger als in tieferen Lagen. Jetzt bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, NOAA/CFS-Modell)