
Nach dem Tornado-Schock drohen nun bereits die nächsten Unwetter. Deutschland kommt einfach nicht zur Ruhe. Auch in den kommenden Tagen müssen die Menschen mit einigem rechnen.
Kaum ist die große Hitze vorbei, wird Deutschland von schweren Unwettern getroffen. Gewitter, Starkregen und sogar ein Tornado-Schock haben in mehreren Bundesländern erhebliche Schäden angerichtet. Eine Entspannung der Wetterlage ist vorerst nicht in Sicht.
Viele Menschen waren schockiert
Besonders schwer treffen die Unwetter unter anderem Brandenburg. In Fürstenwalde östlich von Berlin gab es einen Tornado-Schock. Der Wirbelsturm richtete erhebliche Schäden an. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, zudem wurde das Dach einer Kindertagesstätte abgedeckt. Nach Informationen des Rundfunks Berlin-Brandenburg wurden drei Menschen leicht verletzt. Teile von Dächern flogen demnach bis zu 600 Meter weit. Auch in der Nähe von Cottbus bestand der Verdacht, dass es zu einem Tornado-Schock kam. Diesen hat man zunächst allerdings nicht bestätigt. Von den heftigen Unwettern waren neben Brandenburg auch Rheinland-Pfalz, das Saarland, Hessen, Thüringen und Teile Bayerns betroffen.
Besonders dramatische Folgen hatten die Unwetter in Rheinland-Pfalz. Dort wurden Gebäude schwer beschädigt und Bäume entwurzelt. In Höhr-Grenzhausen im Westerwaldkreis riss der Sturm sogar Wände aus Häusern. Mehrere Gebäude waren nach dem Unwetter nicht mehr bewohnbar. In Waldorf kam eine 58-jährige Frau ums Leben, nachdem ein Baum auf eine überdachte Sitzgruppe gestürzt war.
Wetterexperten sprechen eine deutliche Warnung aus
Doch die Unwetter forderten noch ein weiteres Todesopfer. In Thüringen starb ein 40 Jahre alter Vater am Morgen nach dem Sturm auf dem Weg zum Kindergarten. Grund waren herabstürzende Baumteile. Auch Hessen erlebte einen Tornado-Schock. Ganze Dachstühle wurden angehoben, mehrere Häuser waren anschließend unbewohnbar. In Wetzlar meldete die Feuerwehr Schäden an rund 60 Häusern.
So ein Tornado-Schock ist in Deutschland dabei keineswegs so außergewöhnlich, wie häufig angenommen wird. Eine 2026 veröffentlichte Auswertung bestätigt rund 50 Tornados pro Jahr. Frühere Schätzungen gingen lediglich von etwa zehn bis 20 Ereignissen jährlich aus.
(Quellen: Deutscher Wetterdienst (DWD))














