Trotz Frühlingswetter: 90 Landkreise unter amtlicher Warnung

Auf einer 3D-Wetterkarte sind die verschiedenen Strömungen sowie die Zugrichtungen von Hochs und Tiefs eingezeichnet. Anhand der unterschiedlichen Farben, die von rot-orange bis schwarz-blau reichen, erkennt man die Gebiete, in denen es besonders warm oder sehr kalt werden soll.
Symbolbild © istockphoto/Petrovich9

Endlich ist es frühlingshaft warm in weiten Teilen Deutschlands. Doch trotz des Frühlingswetters gibt es auch Probleme: In 90 deutschen Landkreisen kam es nun zu einer amtlichen Warnung.

Deutschland erlebt derzeit einen ungewöhnlichen Übergang vom Winter in den Frühling. Während es vor wenigen Tagen in vielen Teilen des Landes noch eisig kalt war, erlebt man nun Temperaturen von fast bis zu 20 Grad. In diesem Zusammenhang gibt es in 90 Landkreisen aktuell eine amtliche Warnung.

Deutliche Warnung ausgesprochen

Zum Ende des Monats Februar erlebte Deutschland einen ungewöhnlich schnellen Temperaturanstieg. In Baden-Württemberg hat man am 27. Februar bereits 23 Grad gemessen. Ein Wert, der den bisherigen Februar-Rekord deutlich übertraf und zeigt: Der Frühling scheint nun endlich da zu sein. Insbesondere in Ölbronn, Stuttgart und anderen Regionen lagen die Temperaturen in den letzten Tagen weit über 20 Grad. Das sind Werte, die für den Wintermonat Februar historisch sind.

Aber auch in Thüringen konnte man bereits 20 Grad messen. Die warmen Luftmassen führen vielerorts zu einem vorgezogenen Frühlingsgefühl bei den Menschen. In rund 90 Landkreisen haben die Wetterexperten nun jedoch trotz Sonnenschein eine deutliche Warnung ausgesprochen. Denn besonders in den Regionen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland wird es wohl ungemütlich. Zeitweise rechnet man hier mit starken Sturmböen.

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Trotz Frühlingswetter: „Vorsicht ist geboten!“

Auf dem Brocken im Harz werden sogar Böen mit 90 Kilometern pro Stunde erwartet. In vielen Gebieten liegen die amtlichen Warnstufen bei der ersten oder zweiten Stufe. Das bedeutet, dass man hier mit sehr starkem Wind rechnet. Das kann zu herabfallenden Ästen und umherfliegenden Gegenständen führen.

Meteorologisch gesehen ist dieser Wettermix keine einfache Laune der Natur: Der Februar 2026 war insgesamt deutlich zu warm, mit einem nationalen Temperaturmittel von rund 2,9 Grad Celsius – etwa 2,5 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Darüber hinaus zeigt die saisonale Klimavorhersage eine Tendenz zu überdurchschnittlich warmen Bedingungen im Frühling. Ob es in nächster Zeit noch einmal zu amtlichen Warnungen kommt, ist nicht ausgeschlossen. Es lohnt sich, den Wetterbericht im Blick zu behalten.

(Quellen: Deutscher Wetterdienst, dpa)