Warnstufe Rot: Wetter geht mit Schnee, Eis und Glätte weiter

Ein Smartphone liegt im Schnee. Das Handy zeigt die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes. Zu sehen ist eine Schneefall- und Unwetterwarnung für Deutschland, das in grüne, gelbe, orange und rote Zonen eingeteilt ist.
Symbolbild © imago/teamwork

Das winterliche Wetter dauert weiter an. Der Deutsche Wetterdienst hält zudem weiterhin an Warnstufe Rot wegen Schnee, Eis und extremer Glätte fest. Die Gefahr verlagert sich derzeit zunehmend gen Osten.

Dass es im Januar schneit und die Temperaturen unter Gefrierpunkt liegen, ist nicht ungewöhnlich. Gefährlich wird es nur, wenn gefrierender Regen hinzukommt und ein spiegelglatter Boden droht.

Warnstufe Rot besteht weiterhin

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat in den letzten Tagen eine Wetterwarnung für die Bundesrepublik herausgegeben. Was mit Schneefall beginnt, soll gebietsweise in Regen übergehen und so für überfrierende Nässe sorgen. Während das Unwetter den Westen bereits getroffen hat, schiebt sich die Kaltfront noch bis Dienstagvormittag in Richtung Osten. Neue Schneefälle, die in Regen übergehen, gefrieren auf dem kalten Boden umgehend und sorgen somit für Glatteis. Im Flachland soll sich die Lage im Laufe des Tages allmählich entspannen, da ein atlantischer Tiefausläufer milderes Wetter mit sich bringen wird.

In höheren Lagen bleibt die Glatteisgefahr jedoch vorerst weiter bestehen. Das betrifft vor allem den Südosten Deutschlands, sowie die Regionen an der polnischen Grenze. Dort dauern auch die Schneefälle weiter an. Zu den Niederschlägen und den eisigen Temperaturen gesellen sich an der Nordsee und im Bergland zum Teil kräftige Sturmböen.

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Kälte und Glatteis: Auswirkungen des Wetters 

Bei der Deutschen Bahn kam es wegen des Unwetters teils zu massiven Einschränkungen. Insbesondere Niedersachsen war bislang von etlichen Problemen betroffen. Aufgrund der eingefrorenen Strecken fahren die Züge vielerorts mit gedrosselter Geschwindigkeit. Doch auch die Flughäfen müssen kämpfen. Wegen Schnee und Eis auf den Rollbahnen strich der Flughafen in Frankfurt etwa 100 Flüge. Nicht ganz so schlimm ist es an anderen Flughäfen, doch auch in München wurden bereits Flüge storniert.

Auch Autofahrer müssen angesichts der Witterung Vorsicht walten und – sofern möglich – das Fahrzeug stehen lassen. Zwar geben die örtlichen Winterdienste ihr Bestes, doch sind manche Städte und Kommunen dem Wetter nicht so schnell gewachsen, wie gewünscht. Vor allem auf den Autobahnen kann ein Temperaturabfall schnell zu Unfällen führen. Erst vor wenigen Stunden überzog Eisregen im Saarland und Ostfriesland alles mit einer gefährlichen Eisschicht. Unterdessen jubeln viele Schüler der Bundesrepublik, da wegen des Wetters an diesem Montag die Schulen geschlossen blieben.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, METEORED, dpa)