Wetter-Alarm in Deutschland: Eisheilige bringen Kältewelle zurück

Der Blick auf eine Landstraße im Winter. Keine Autos oder Lkws sind zu sehen und alles ist mit Frost überzogen. Die Straße selbst ist freigeräumt. Allerdings sind Wiesen und Bäume mit einer weißen Schneeschicht bedeckt.
Symbolbild © imago/Westend61

Nach den ersten warmen Tagen des Jahres ist damit nun offenbar Schluss. Denn die Eisheiligen bringen eine Kältewelle ins Land. Damit herrscht wieder Wetter-Alarm in der Bundesrepublik.

Nach einem ungewöhnlich warmen Start in den Mai richtet sich der Blick indessen wieder auf eine der bekanntesten Wetterphasen des Jahres. Und diese enttäuscht nicht. Denn die Eisheiligen bringen eine Kältewelle zurück nach Deutschland.

Es wird wieder kalt in Deutschland

Jedes Jahr zwischen dem 11. und 15. Mai sollte man besonders vorsichtig sein, wenn es um das Wetter geht. Denn dann bringen die Eisheiligen eine Kältewelle – und das ist auch in diesem Jahr nicht anders. Doch in diesem Jahr scheint die Republik dabei noch relativ milde davonzukommen. Aktuell gehen die Meteorologen davon aus, dass die Kältewelle der Eisheiligen in diesem Jahr um einiges wärmer ausfallen wird. Zwar sind kühlere Temperaturen weiterhin möglich, ein flächendeckender Frost – wie er in manchen Jahren noch Mitte Mai auftritt – gilt jedoch als eher unwahrscheinlich. Besonders in den Nächten kann es dennoch frisch sein. Im Norden könnten die Temperaturen auf etwa 2 bis 4 Grad sinken, im Süden auf 6 bis 8 Grad. Vereinzelter Bodenfrost ist ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Tagsüber zeigt sich das Wetter dagegen deutlich freundlicher. Mit Temperaturen zwischen 14 und 18 Grad bleibt es insgesamt eher mild. Niederschlag kann die Werte zwar kurzfristig drücken, von einer echten Kältewelle während der Eisheiligen sind diese Prognosen aber weit entfernt. Der Grund für diese Entwicklung liegt in einer Verschiebung der Wetterdynamik. In diesem Jahr hat sich der sogenannte Polarwirbel – ein großräumiges Windsystem in der Stratosphäre – ungewöhnlich früh abgeschwächt. Die eigentliche „Kältephase“ gab es somit gewissermaßen bereits vor den Eisheiligen. Was bleibt, ist eine abgeschwächte Version des sonst gefürchteten Kälteeinbruchs.

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Meteorologen sprechen eine Warnung aus

Für Hobbygärtner und Landwirte ist das eine gute Nachricht. Die Eisheiligen gelten mit ihrer Kältewelle traditionell als kritischer Zeitpunkt für etliche Pflanzen. Viele warten bewusst bis Mitte Mai, bevor sie frostempfindliche Gewächse ins Freie setzen. In diesem Jahr könnte diese Vorsicht weniger entscheidend sein – auch wenn Experten dazu raten, die nächtlichen Temperaturen weiterhin genau im Blick zu behalten. Ein plötzlicher Temperatursturz ist im Mai nämlich nie ganz auszuschließen.

Interessant ist zudem, dass die Eisheiligen mit ihrer Kältewelle auf jahrhundertealten Bauernregeln basieren. Namen wie Mamertus, Pankratius oder die „kalte Sophie“ stehen symbolisch für diese Tage. Meteorologisch betrachtet sind sie zwar kein festes Gesetz, doch statistisch gesehen kehrt Kälte im Mai immer mal wieder auf.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)