Wetter-Rekord wackelt: Dieser Sommer ist so heiß wie fast noch nie

Eine Fotomontage mit einem Thermometer, das 40 Grad anzeigt. Davor ein Warndreieck mit einem Ausrufezeichen darin. Darunter steht das Wort "Hitzewelle". Im Hintergrund sieht man die Sonne leuchten.
Symbolbild © imago/Christian Ohde

Deutschland erlebt 2026 einen Sommer voller Wetterextreme. Hitze, Trockenheit und ungewöhnliche Temperatursprünge prägen die vergangenen Monate. Jetzt entscheidet sich, wie außergewöhnlich dieser Sommer im historischen Vergleich wirklich war. Ein Wetter-Rekord wackelt.

Der Sommer 2026 geht auf die Zielgerade. Noch einmal steigen die Temperaturen, bevor kühlere Luft und neue Gewitter Deutschland erreichen. Für die endgültige Bilanz zählen jedoch nicht einzelne Hitzetage, sondern die Durchschnittswerte der gesamten drei Sommermonate.

Dieser Sommer ist so heiß wie fast noch nie – Experten warnen

Schon der Juni zeigte, wohin die Reise geht. Der Deutsche Wetterdienst registrierte außergewöhnlich hohe Temperaturen und eine frühe, intensive Hitzewelle. Ende Juni warnte der DWD so früh im Jahr wie noch nie über einen längeren Zeitraum vor starker bis extremer Wärmebelastung. Gleichzeitig trockneten die Böden in zahlreichen Regionen weiter aus. Besonders der Osten und Nordosten Deutschlands kämpften mit erheblicher Trockenheit.

Doch der Sommer zeigte auch seine andere Seite. Im Juli zogen wiederholt kräftige Regengebiete über Deutschland. Der Monat brachte bundesweit überdurchschnittlich viel Niederschlag. Genau diese Gegensätze prägten den Sommer: Auf extreme Hitze folgten Regen, Gewitter und teilweise deutliche Temperaturstürze. Für die Menschen bedeutete das einen ständigen Wechsel zwischen Hochsommer und wesentlich kühleren Phasen.

Historische Rekorde können 2026 wackeln – seit Beginn der Wetteraufzeichnung

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Ob 2026 tatsächlich einen Rekord erreicht, entscheidet allerdings die Durchschnittstemperatur von Juni, Juli und August. Die Messlatte liegt hoch. Der Sommer 2003 führt die Statistik des Deutschen Wetterdienstes seit Beginn der flächendeckenden Aufzeichnungen im Jahr 1881 an. Damals erreichte Deutschland eine mittlere Sommertemperatur von rund 19,7 Grad. Auch die Sommer 2018, 2019 und 2022 gehören zu den außergewöhnlich warmen Jahren. Ein paar Tage mit Temperaturen weit über 30 Grad reichen deshalb für einen Rekord nicht aus. Kühlere Phasen können den Mittelwert erheblich drücken.

Genau deshalb bleibt die endgültige Platzierung des Sommers 2026 bis zum Monatsende spannend. Erst wenn sämtliche Messwerte für August vorliegen, lässt sich seriös beurteilen, wo das Jahr im historischen Vergleich landet. Auf den letzten Metern zeigt der Sommer noch einmal, wie schnell das Wetter 2026 umschlagen kann. Ende August strömt erneut sehr warme Luft nach Deutschland. Direkt danach drückt eine Kaltfront kühlere Atlantikluft ins Land. Der Deutsche Wetterdienst erwartet dabei regional kräftige Gewitter. Lokal können Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen auftreten. Damit endet der meteorologische Sommer am 31. August möglicherweise genauso wechselhaft, wie er sich über weite Strecken präsentiert hat.

(Quellen: Deutscher Wetterdienst (DWD), dpa)