
Das ist ein echter Wetter-Schock. Doch ein Polarwirbel könnte nun sogar Schnee nach Deutschland bringen. Damit haben wohl die wenigsten Menschen noch gerechnet und sind darauf nicht vorbereitet.
Deutschland steht offenbar vor einem echten Wetter-Schock. Denn derzeit beobachten die Meteorologen eine auffällige Entwicklung in der Atmosphäre. Ein Polarwirbel könnte sogar Schnee in die Bundesrepublik bringen.
Sogar Schnee droht jetzt wieder
Der Polarwirbel – ein gewaltiges Windsystem über der Arktis – scheint aktuell zu schwanken. Eigentlich entsteht dieser Wirbel vor allem im Winter, wenn sich die Luft über der Arktis stark abkühlt. In rund 30 Kilometern Höhe bilden sich dann extrem schnelle Westwinde, die wie eine Barriere wirken und die kalte Polarluft einschließen. Doch wenn dieser Wirbel geschwächt wird oder sogar teilweise „kollabiert“, kann diese Barriere durchlässig werden – mit spürbaren Folgen und einem echten Wetter-Schock für Europa. Denn in derartigen Fällen entweicht die kalte Luft und strömt weiter in den Süden. Meteorologen sprechen dann von möglichen Kälteeinbrüchen oder sogar Schnee, selbst wenn es davor noch mildes Wetter gab.
Ein wenig Hoffnung besteht dennoch. Denn obwohl es durchaus einen Wetter-Schock geben könnte, bedeutet ein geschwächter Polarwirbel nicht automatisch, dass Deutschland im Schnee versinkt. Die Atmosphäre ist ein komplexes System, in dem viele Faktoren zusammenspielen. So kann es auch passieren, dass die Kaltluft stattdessen nach Nordamerika abdreht.
Der Frühling lässt auf sich warten
Hier kommt der Jetstream ins Spiel. Er ist ein Starkwindband in der Höhe, das maßgeblich bestimmt, wie sich Hoch- und Tiefdruckgebiete bewegen. Wird der Polarwirbel schwächer, verändert sich oft auch der Jetstream.
Für Deutschland bedeutet das aktuell vor allem eine große Unsicherheit in Sachen Wetter. Die kommenden Tage könnten sowohl einen späten Wintereinbruch mit Frost und Schnee bringen als auch weiterhin mild verlaufen. Klar ist nur: Ein Wetter-Schock in den kommenden Wochen ist durchaus möglich. Die Menschen sollten dem warmen Frühlingswetter also vorerst lieber kein Vertrauen schenken und noch abwarten.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, ECMWF, GFS, Wetter.net)














