Wetter-Umschwung: Bauernregel warnt vor „Kalter Sophie“

Im Vordergrund befindet sich ein Feld mit hohem Gras. Die Halme sind mit weißem Frost bedeckt. Im Hintergrund stehen einige Bäume, die kahl sind. Zwischen ihnen hindurch scheint die Sonne. Der Himmel ist wolkenlos.
Symbolbild © imago/SuperStock

Wer jetzt nur noch warme Temperaturen erwartet, könnte enttäuscht werden. Denn eine alte Bauernregel warnt uns vor der „Kalten Sophie“, die noch einmal einen kompletten Wetter-Umschwung mit sich bringen könnte.

Man mag es kaum glauben, aber noch einmal besteht tatsächlich die Chance auf einen kompletten Wetter-Umschwung. Denn eine alte Bauernregel warnt uns vor der „Kalten Sophie“, die uns noch einmal ordentlich frieren lassen könnte.

Unter kritischer Beobachtung: Bauern orientieren sich am Wetter

Mit dem heutigen Tag enden die Eisheiligen, die jedes Jahr vom 11. bis zum 15. Mai besonders von den Landwirten aufmerksam beobachtet werden. Denn während dieser Tage kann es noch einmal zu Frost kommen, mit schwerwiegenden Folgen für die Landwirte. Friert es an diesen Tagen nämlich doch noch einmal, kann dieser empfindliche Pflanzen im Wachstum behindern oder gar zerstören.

Landwirte, die Schafe besitzen, warten die Eisheiligen ebenfalls noch ab. Denn scheren sie die Tiere zu früh, könnten diese erfrieren. Weil für die Bauern so viel vom Wetter abhängt, beobachten sie dieses schon seit Jahrhunderten sehr genau und schrieben ihre Beobachtungen auf. Daraus entstanden die bekannten Bauernregeln.

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Laut den überbrachten Sagen und Regeln gibt es für jeden Tag einen Eisheiligen: Es beginnt der Mamertus, gefolgt von Pankratius, Servatius, Bonifatius, und endet mit der Sophie von Rom. Im Volksmund wird sie auch die „Kalte Sophie“ genannt. Aufgrund der gemachten Wetter-Beobachtungen fürchteten sich die Bauern besonders vor dem 12. und dem 13. Mai. An diesen beiden Tagen konnte es besonders kritisch werden. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort, dass die beiden Eisheiligen dieser Tage alles zunichtemachen können, was der Frühling bislang geschaffen hat.

Die Eisheiligen beendet die „Kalte Sophie“. Vor dieser warnen die alten Bauernregeln ebenfalls. So heißt es beispielsweise, dass die Kalte Sophie gerne zum Schluss noch ordentlich Regen bringen kann. Und auch vor Nachtfrost ist man nicht sicher, solange der letzte Eisheiligen-Tag nicht vorbei ist. Experten können diesen alten Bauernregeln jedoch nichts abgewinnen. Denn wissenschaftlich würde es für diese keine Beweise geben. Zudem argumentieren sie, dass die Regeln für den zuvor geltenden julianischen Kalender gemacht wurden. Nach dem Wechsel auf den gregorianischen müsse man zehn Tage dazurechnen, womit Frost noch unwahrscheinlicher wäre.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)