
Der Winter ist zurück und in vielen Regionen Deutschlands fällt auch jetzt, Mitte Mai, noch einmal Schnee. Vollkommen überraschend dürfte das jedoch nicht sein. Schließlich ist diese Zeit im Jahr bekannt.
Seit einigen Tagen sinken die Temperaturen rapide – nicht nur in Deutschland, sondern auch in den südlichen Nachbarländern. Vielerorts scheint es wie ein Winter-Comeback. Immerhin fällt zeitweise sogar Schnee.
Schnee im Mai – gar nicht so ungewöhnlich
Es gibt gewisse Phasen im Jahr, an denen scheint das Wetter verrückt zu spielen. Hundstage, Schafskälte, Altweibersommer oder aber die Eisheiligen sind recht regelmäßig wiederkehrende Wetterabläufe. Die Letztgenannten sind es, die derzeit für einen Kälteeinbruch sorgen. Jedes Jahr vom 11. bis 15. Mai bringen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifazius und Sophie noch einmal frostiges Wetter, nachdem das Thermometer bereits über 20 Grad Celsius erreicht hat. Zu dieser Zeit stürzen die Temperaturen noch einmal rapide ab – so sehr, dass es in vielen Regionen sogar zu Frost und Schnee kommen kann. Gärtner und Landwirte kennen diese Wetterphänomene und sind entsprechend darauf eingestellt. Doch es gibt auch Menschen, die von dem Kältesturz ordentlich überrascht sind.
Winter-Comeback: Kälte und Schnee sind wieder da
Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor Frost und Glätte. Vor allem in den Hoch- und Mittelgebirgen sowie generell im Süden Deutschlands fällt sogar Schnee. Während die Tage ungemütlich, nass und windig sind, droht in der Nacht Frostgefahr. In den höheren Lagen, wie der Alpenregion oder im Thüringer Wald, ziert kurzzeitig eine dünne Schneedecke das Landschaftsbild. Verantwortlich dafür ist polare Meeresluft, die von Norden aus über die Bundesrepublik strömt. Besonders Autofahrer sollten demnach Vorsicht walten lassen.
Doch das winterliche Wetter dauert nicht lange an. Bereits zum Ende dieser steigen die Temperaturen wieder leicht an – auch nachts. Damit sind Schnee und Eis recht schnell wieder passé. Zu Beginn der kommenden Woche soll es gleich wieder richtig warm werden. Ein neues Hochdruckgebiet sorgt dann verbreitet für Temperaturen bis zu 25 Grad Celsius. Zudem soll es weitgehend trocken bleiben. Die Frostgefahr ist dann also gebannt. Mit der Schafskälte könnte es Mitte Juni nochmals kälter werden, allerdings nicht mehr ganz so extrem wie jetzt gerade.
(Quellen: Deutscher Wetterdienst, Meteorologen, Wettermodelle, dpa)














