Baden-Württemberger Konzern will Arbeitsplätze nach Lettland verlegen

Ein Ingenieur befindet sich in einer Produktionshalle und überprüft eine große Röhre. Ein Baden-Württemberger Konzern will nun seine Arbeitsplätze nach Lettland verlagern.
Symbolbild © imago/Rupert Oberhäuser

Ein bekannter Baden-Württemberger Konzern will jetzt seine Arbeitsplätze nach Lettland verlegen. Zwar erachtet das Unternehmen diesen Schritt als notwendig, doch eine Menge Menschen verlieren hier ihren Arbeitsplatz.

Eine schlechte Nachricht müssen nun die Angestellten verkraften, denn ein bekannter Baden-Württemberger Konzern will seine Arbeitsplätze jetzt nach Lettland verlegen. Das Unternehmen erachtet diesen Schritt als notwendig und logisch, doch die Menschen hier vor Ort verlieren ihren Arbeitsplatz. Alle Details dazu gibt es in diesem Artikel.

Wirtschaftslage zwingt zum Sparen

Gestiegene Energie- und Rohstoffkosten, höhere Personalkosten – die ständigen Preiserhöhungen zwingen nicht nur die privaten Haushalte zum Sparen. Auch Unternehmen müssen Pläne erstellen, um die Fixkosten zu senken. So will zum Beispiel ein bekannter Autobauer in Zukunft nicht mehr alle Stellen besetzen. Ein anderes Unternehmen schickt seine Mitarbeiter in Kurzarbeit. Ein bekannter Baden-Württemberger Konzern will seine Arbeitsplätze jetzt nach Lettland verlegen. Dies liegt jedoch nicht an der schwierigen Wirtschaftslage. Denn trotz dieser erwirtschaftet er enorme Umsätze. Der Haken an der Sache: 86 Prozent der Umsätze werden außerhalb Deutschlands gemacht.

Verlagerung nach Lettland ist logischer Schritt

So plant der selbständige Geschäftsbereich Kärcher Municipal des Reinigungsgeräte-Konzerns Kärcher, der seinen Stammsitz in Winnenden hat, die Arbeitsplätze aus Reutlingen nach Lettland zu verlegen. Damit müssen rund ein Viertel der Mitarbeiter des Spezialfahrzeugherstellers um ihre Arbeitsplätze bangen. Diese Nachricht ist eigentlich auch nicht neu, denn Kärcher hatte bereits Ende 2021 bestätigt, dass das Unternehmen eine neue Fabrik in Lettland eröffnen will, die ca. 200 Arbeitsplätze schaffen soll. Nach Lettland sollen nun die 59 Stellen aus Reutlingen-Nord verlagert werden.

Doch ganz den Rücken kehren wird die Kärcher-Gruppe ihrer Heimatregion in Baden-Württemberg nicht. Neben dem größten und modernsten Kärcher-Werk in Obersontheim wird derzeit im Bühlertal ein Werk gebaut. Ein neues Service-Center eröffnete im Herbst 2023 in Ahorn im Main-Tauber-Kreis. Das Waschanlagen-Werk in Illingen im Enzkreis soll laut Berichten des Konzerns jedoch Anfang 2027 schließen. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter des Baden-Württemberger Konzerns noch länger um ihre Zukunft bangen müssen.