Deutschlandticket verursacht hohen finanziellen Schaden in Baden-Württemberg

Eine Hand hält ein Deutschland-Ticket. Daneben befindet sich ein blaues Schild mit einem Euro-Zeichen und einem Pfeil darauf. Im Hintergrund fährt ein Zug. In Baden-Württemberg verursachte das Deutschlandticket einen enormen finanziellen Schaden.
Symbolbild © imago/Christian Ohde

Diese Nachricht schockiert nicht nur die Verkehrsverbunde, sondern auch die Verbraucher: Das Deutschlandticket verursacht einen enormen finanziellen Schaden in Baden-Württemberg. Hier werden nämlich die meisten Tickets verkauft.

Das Deutschlandticket verursacht gerade in Baden-Württemberg einen hohen finanziellen Schaden. In dem Bundesland kaufen nämlich die meisten Menschen ein Deutschlandticket. Was es damit auf sich hat, erklären wir euch hier.

Baden-Württemberg am verkaufsstärksten

Seit es ab Mai 2023 das Deutschlandticket deutschlandweit für 49 Euro zu kaufen gibt, nutzen es 1,5 Millionen Menschen allein in Baden-Württemberg. Immerhin spart man so eine Menge Geld. Gerade wer viel reist und deutschlandweit in Züge, Busse und Straßenbahnen steigt, weiß den günstigen Preis zu schätzen. Das 49-Euro-Ticket kann online und in Vertriebsstellen vor Ort erworben werden. Außerdem gibt es verschiedene Bezahlmodelle. So kann man den Betrag per PayPal oder im Lastschriftverfahren bezahlen. Gerade Letzteres ist besonders praktisch, da so jeden Monat der Betrag einfach pünktlich vom Konto abgebucht wird und man sich um nichts kümmern muss.

Deutschlandticket veursacht mehrstelligen finanziellen Schaden

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Doch ausgerechnet das SEPA-Lastschriftverfahren sorgt nun dafür, dass die Verbunde einen mehrstelligen Schaden verbuchen müssen. Denn Betrüger nutzen das Abbuchungsmodell, um sich das Ticket zu erschleichen. Sie geben einfach Kontodaten an, die sie gestohlen haben oder die nicht stimmen. Dadurch buchen die Unternehmen entweder die Beträge bei Menschen ab, die das Ticket gar nicht bestellt haben, oder die Buchungen kommen wieder zurück, da es das angegebene Konto überhaupt nicht gibt.

Um den Betrügern diese Möglichkeiten zu entziehen, haben daher einige Verkehrsverbunde das Lastschriftverfahren für Neukunden erst einmal eingestellt. Außerdem gibt es die Tickets nicht mehr überall zu kaufen. Das derzeitige Bezahlverfahren haben die Betriebe auf Kreditkartenzahlung umgestellt. Zudem haben die Verantwortlichen die Kontrollen verschärft, damit solche Verluste in Zukunft nicht mehr vorkommen. Trotzdem arbeitet man weiterhin an der Sicherheit, damit ehrliche Neukunden zukünftig wieder per Lastschriftverfahren bezahlen können. Dies soll nicht länger als ein halbes Jahr dauern. So will man einen weiteren finanziellen Schaden durch das Deutschlandticket vermeiden.