„Gefährlichstes Tier der Welt“ breitet sich weiter aus in Baden-Württemberg

Menschen im Schutzanzug an einem Wohnhaus. Sie stehen vor einer Treppe. Ein Virus breitet sich aus, deswegen tragen die Menschen Masken.
Symbolbild © istockphoto/master1305

In Baden-Württemberg bereitet es sich bereits aus. Jetzt auch in Heilbronn. Und es ist für Menschen gefährlich. Aber es ist kein Raubtier.

Bei den Worten „gefährlichstes Tier der Welt“ kommt den meisten wahrscheinlich als Erstes ein Raubtier in den Sinn. Ein großer Löwe oder Tiger zum Beispiel.

Doch diese kommen in Baden-Württemberg natürlicherweise nicht vor. Trotzdem: Das gefährlichste Tier der Welt breitet sich gerade in Heilbronn aus. Und es ist überhaupt nicht groß.

Bereits Bill Gates warte vor dem „tödlichsten Tier der Welt.“

Und zwar schon im Jahr 2014. Dieses Tier ist eher unscheinbar. Es stellt aber eine große Bedrohung dar und könnte sich immer mehr in Deutschland ausbreiten. Nach Stuttgart ist es jetzt schon in Heilbronn angekommen.

Gemeint ist die Asiatische Tigermücke. Diese stammt eigentlich aus den Tropen und Subtropen. Mittlerweile wurde sie aber auch schon in Deutschland nachgewiesen. Vor allem in Baden-Württemberg.

Asiatische Tigermücke kam bereits 2015 nach Deutschland

Sie breitete sich von einer Kleingartenanlage in Freiburg aus. Durch das feuchte und warme Wetter fühlt sie sich auch in Heilbronn wohl.

Lesen Sie auch
Fast 7.000 Euro: Baden-Württemberg zahlt einmaligen Zuschuss

Die Tigermücke kann zu einer echten Bedrohung werden.

Sie kann durch Stiche Viren übertragen, die das Chikungunya-Fieber oder das Dengue-Fieber auslösen. Dies Krankheiten können tödlich für Menschen enden.

Die asiatische Tigermücke ist meistens in Schwärmen unterwegs. Diese umkreisen ihr potenzielles Opfer. Verscheuchen lässt sie sich nicht so einfach. Dann reagiert sie mit Angriff.

Tigermücke nimmt Viren bei einem Wirt auf

Die Viren, die das Dengue- oder Chikungunya-Fieber kommen nicht natürlicherweise in den Tigermücken vor. Diese müssen sie erst über einen Wirt erlangen. Das sind zum Beispiel infizierte Reiserückkehrer.

Damit diese Krankheit ein Problem wird, müsste die Tigermücke viele Wirte finden, um die Viren weiterzugeben. Das ist derzeit unwahrscheinlich und eine Panik dementsprechend unnötig.

Die Asiatische Tigermücke sollte trotzdem an einer Ausbreitung gehindert werden. Denn mehr Mücken erhöhen die Gefahr auf Krankheiten.