Häuser mitgezogen: Schwerer Erdrutsch in Baden-Württemberg

Eine Absperrung mit einem Durchfahrt-Verboten-Schild stehen mitten auf einer Straße. Die ländlich gelegene Straße ist gesperrt, weil es zu einem Erdrutsch kam.
Symbolbild © imago/BeckerBredel

In Baden-Württemberg kam es am Wochenende ganz plötzlich zu einem Erdrutsch. Die schockierten Bewohner des Ortes mussten ihre Häuser schlagartig verlassen. Bisher wurde keine Entwarnung gegeben.

Die Naturkatastrophen häufen sich und so kam es am vergangenen Wochenende in Baden-Württemberg unerwartet zu einem Erdrutsch. Das Ereignis hat die Menschen aus dem Alltag gerissen und viele mussten ihr Heim sofort verlassen.

Damit hatte wirklich niemand gerechnet

Am vergangenen Sonntag kam es in Baden-Württemberg zu einem Erdrutsch. Betroffen war der beschauliche Ort Gaggenau mit seinen knapp 29.000 Einwohnern. Während die betroffenen Bewohner des Stadtteils Michelbach am Sonntag ihrem Alltag nachgingen, kam es scheinbar zu einem lauten Knall. Eine Betroffene berichtet, dass sie gerade auf der Couch lag, als sie das Geräusch wahrnahm. Nachdem sie zuerst von einem Gewitter ausgegangen war, wagte sie sich schnell vor die Tür und entdeckte den abgerutschten Hang.

Geistesgegenwärtig informierte die Dame die örtliche Feuerwehr, die sich der Situation nach einer Fahrtzeit von nur fünf Minuten annahm. Aktuellen Angaben zufolge handelt es sich um etwa 600 Kubikmeter Erde, die von dem Hang in dem Wohngebiet nach unten gerutscht sind. Eine genaue Aussage seitens der Experten, wie es zu der Katastrophe kam, gibt es allerdings noch nicht.

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Ihr Heim mussten die Bewohner zurücklassen

Warum es zu dem Erdrutsch in Baden-Württemberg kam, ist zwar noch ungeklärt. Jedoch gibt es für solche Katastrophen meist ein auslösendes Ereignis. Für den Rutsch in Gaggenau könnten zum Beispiel die starken Regenfälle der letzten Tage verantwortlich sein. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass noch mehr Erde abrutscht, wird der Hang aktuell weiterhin überwacht. Das THW ist zu dem Zweck mit Messsonden vor Ort. Unterstützend ist außerdem eine Drohneneinheit angerückt, die Luftaufnahmen macht und den verantwortlichen Geotechniker informiert, sobald sich etwas bewegt.

Den aktuellen Informationen zufolge können die Bewohner so lange nicht zurück in ihre Wohnungen, bis ein weiterer Rutsch ausgeschlossen ist. Das bedeutet für sieben Menschen, dass sie weiterhin bei Freunden und Bekannten unterkommen müssen. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall niemand verletzt. Doch jetzt bleibt zu hoffen, dass das Technische Hilfswerk (THW) eine Verschlimmerung der Situation schnell ausschließen kann, sodass die Gaggenauer zurück in ihre vier Wände können.