Hiobotsbotschaft: Nächster Autobauer pleite in Baden-Württemberg

Eine Produktionsstraße für Autos mit Mitarbeiter. Mercedes setzt nun auf einen Sparkurs.
Symbolbild © imago/Kirchner-Media

Es gibt schlechte Nachrichten für Arbeitnehmer in Baden-Württemberg: Ein weiterer Autobauer in der Region ist pleite. Infolgedessen müssen Hunderte Angestellte um ihren Job bangen. Doch es gibt Hoffnung.

Die wirtschaftliche Lage hat jetzt ein weiteres Unternehmen in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Ein Autobauer in Baden-Württemberg hat bekannt gegeben, dass er pleite ist. Seit März ist das Insolvenzverfahren in vollem Gange, während der Geschäftsbetrieb aktuell weitergeführt wird. Die Firma beschäftigt 140 Mitarbeiter, die zurzeit große Angst um ihren Job haben. Doch so wie es aussieht, lohnt es sich, die Hoffnung beizubehalten. Wir berichten, wie es zu der Insolvenz kam und was für die Zukunft geplant ist.

Schwierige Umstände

Der Autobauer Hanselmann & Cie. Technologies ist seit dem 21. März 2024 offiziell pleite. Denn an diesem Tag haben die Verantwortlichen des 1963 gegründeten Konzerns die Zahlungsunfähigkeit gegenüber dem Amtsgericht in Oppenweiler erklärt. Ursprünglich wurde das Unternehmen als Teil der Murrplastik GmbH gegründet und zählt seitdem vor allem Konzerne der Automobilindustrie und des Maschinenbaus zu seinen Kunden.

Doch wie an so vielen Unternehmen zieht die wirtschaftliche Situation auch an Hanselmann nicht spurlos vorbei. Die Krise der Autoindustrie hat die Auftragslage für den Konzern verschlechtert und so blieben die Umsätze zu großen Teilen aus. Aktuell betreut der Stuttgarter Fachanwalt Sebastian Kaphol der Anwaltskanzlei GÖRG die Insolvenz und versucht den Konzern zu sanieren.

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Es besteht Hoffnung

Der Autobauer ist zwar pleite, doch es scheint Hoffnung zu bestehen. Denn aktuellen Medienberichten zufolge soll der Geschäftsbetrieb weitergeführt werden wie bisher. Kraphol berichtet zum aktuellen Stand der Insolvenz: „Ich verschaffe mir derzeit einen ersten Überblick über die Situation vor Ort, um dann die Sanierung von Hanselmann vorantreiben zu können.“

Er schätzt die Situation und die Zukunftschancen als positiv ein und begründet das mit den Worten: „Wesentliche Kunden haben mir bereits ihre Unterstützung zugesagt, und schon jetzt liegen die ersten Interessensbekundungen von Investoren für eine Übernahme von Hanselmann vor, was die Fortführung des Unternehmens ermöglichen würde.“ Zudem versichert er, dass die Löhne der 140 betroffenen Mitarbeiter zumindest bis Mai weiterhin überwiesen werden könnten. Davon abgesehen besteht die begründete Hoffnung, dass bald ein Investor gefunden wird.