Kaum Menschen: Größtes Public Viewing floppt in Baden-Württemberg

Kaum Besucher bei Public-Viewing
© Screenshot Instagram/ooonuu

Beim größten Public Viewing in Baden-Württemberg kam es zu einem Flopp. Fast kein Mensch interessierte sich für das Event.

Die Fußball-WM schlägt hohe Wellen. Jetzt zeigt sich, wie die Menschen damit umgehen. Das größte Public Viewing in Baden-Württemberg ist komplett gefloppt.

Von Tausenden kamen nur wenige

Nur ein Bruchteil der über 2.500 Fußball-Fans, die bei diesem Public Viewing Platz finden, kamen tatsächlich zum Spiel der Deutschen Mannschaft. Die WM 2022 steht unter harter Kritik. Doch es könnten auch noch andere Gründe vorliegen.

In diesem Jahr findet die WM im Winter statt. Das ist das erste Mal in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft. Sonst jubeln die Fans bei den Spielen immer im Freien und im Sommer bei deutlich besserem Wetter. Aufgrund der teilweise schwierigen Uhrzeiten bieten viele Kneipen gar nicht erst Public Viewing an.

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Tradition floppt

Während die einen Gastronomen die WM boykottieren, möchten andere trotzdem das Event für ihr Public Viewing nutzen. Doch in Reutlingen, wo sonst über 2.500 Fans feiern können, herrschte gähnende Leere beim Deutschlandspiel.

Dieses Event ist das größte Public Viewing Süddeutschlands. Die Veranstalter hatten sich mehr erhofft, doch die Zuschauer blieben fern. Auf zwei 32 Quadratmeter großen LED-Wänden sollen die Spiele die Fans begeistern. Außerdem gibt es noch fünf weitere Bildschirme, auf denen die Spiele zu sehen sind.

Fast keiner da

Wo sonst die Fans jubeln, viel Trubel herrscht und alle mitfiebern, standen nur ungefähr 150 Fans, die das Spiel gegen Japan sehen wollten. Doch das Event floppte. Der Veranstalter muss neben der Verpflegung auch Bier und Miete für Bänke und Co. bezahlen.

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Allein die Miet- und GEMA-Gebühren lassen sich mit 150 Menschen vor Ort nicht wieder herein wirtschaften. Viele Fans wollen aus Boykott gegen die WM nicht zu den Public Viewing Events, andere haben schlicht und ergreifend keine Zeit. WM im Sommer ist eben doch anders.