Kinder könnten keinen Kita-Platz erhalten in Baden-Württemberg

Eltern mit Kind im Kindergarten.
ARCHIV - Foto: Monika Skolimowska/dpa

Karlsruhe Insider: Kinder sind Leidtragende.

In den Kitas in Baden-Württemberg fehlen massenhaft Erzieherinnen und Erzieher. Städte und Gemeinden appellieren an das Land, die Standards dauerhaft zu lockern, da sonst der totale Kollaps droht.

Die Kommunen haben das Land vor einer dramatischen Verschärfung der Personallage in den Kitas gewarnt. In hunderten von Kommunen wurden bereits Öffnungszeiten reduziert oder sogar – was noch schlimmer ist, ganze Gruppen geschlossen.

Der Mangel an Erzieherinnen und Erziehern sei dramatisch.

Das frühkindliche Bildungssystem steuert auf einen Kollaps zu. Das Land muss dringend gegensteuern. Die Gemeinden drängen darauf, dass das Kultusministerium es weiter zulässt, dass die Gruppengrößen erhöht und der Mindestpersonalschlüssel gesenkt werden kann.

Wegen der Sondersituation der Corona-Pandemie hatte das Land dies möglich gemacht. Allerdings laufe diese Sonderregelung am 31. August aus. Damit dies nicht passiert, muss das Land diese Sonderregelung verlängern, um Planungssicherheit zu bekommen. Alles andere hätte aus Sicht der Gemeinden ernste Folgen.

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Wenn das Kultusministerium sich gegen eine Verlängerung der zentralen Möglichkeiten entscheidet, dann trägt das Land die weiteren Folgen dafür, wenn viele tausend Kinder keinen Kita-Platz bekommen.

Die Kommunen allein können das nicht lösen. Man verkenne dabei nicht, dass der Kitaalltag mit mehr Kindern pro Gruppe und Erzieherin schwieriger werden kann.

Allerdings wären die Folgen für die Kinder, die keine ausreichende Betreuung erfahren würden, nach Ansicht der Gemeinden noch gravierender.

Dies müsse das Ministerium beachten, wenn es diese Woche seinen Maßnahmenkatalog für das neue Kita-Jahr vorstellt.