Kurios: Straße über Schulhof erlaubt in Baden-Württemberg

Straße über Schulhof mit Schülern.
© Instagram/Bürgerinitiative

In Baden-Württemberg führt eine Straße direkt über den Schulhof. Nun wurde die Straßenführung erneut akzeptiert.

Im Gebiet um Schulen werden oft zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um den Verkehr und die daraus entstehende Gefahr für die Schüler zu verringern. Beispielsweise gilt dann Schrittgeschwindigkeit oder es werden Warnschilder aufgestellt, damit die Autofahrer noch vorsichtiger und aufmerksamer fahren.

Ganz anders läuft es am Gymnasium Schönau in Baden-Württemberg. Hier führt eine Straße nicht nur an der Schule vorbei, sondern direkt über den Pausenhof. Seit über zwanzig Jahren besteht diese ungewöhnliche Verkehrssituation.

Der Pausenhof sollte ursprünglich nur vergrößert werden

Zu dieser Besonderheit kam es, als die Schule damals neu gebaut wurde. Während des Baus wurde dann jedoch festgestellt, dass der ursprünglich geplante Schulhof zu klein war und vergrößert werden musste. Er sollte daraufhin bis zum gegenüberliegenden Rathausplatz erweitert werden. Das Problem dabei war, dass zwischen den beiden Bereichen eine Straße hindurchführte.

Gebaut wurde schließlich trotzdem. Gut ist, dass die Straße nur in Schrittgeschwindigkeit befahren wird. Trotzdem führte dieser Umstand in den vergangenen Jahren zu einigen Diskussionen.

Der Gemeinderat lässt die Straße weiterhin befahren

Nun kommt es zu einem finalen Beschluss des Gemeinderats der Stadt Schönau: Die Straße soll weiterhin durch den Pausenhof führen und auch befahren werden. Immerhin soll nun aber eine Absperrung die Schüler von der Straße trennen und so das Gefahrenrisiko verringern.

Durch die Einzäunung wird jedoch erneut die Fläche des Pausenhofs verkleinert, was den eigentlichen Sinn des Ausbaus vor zwanzig Jahren hinfällig macht. Die Schule, die Schüler und die Eltern sind mit dem neuen Beschluss nicht einverstanden.

Die Schule geht gegen den Beschluss vor

Mit einem Protest möchten sie deshalb eine Sperrung der Straße von sieben bis vierzehn Uhr durchsetzen. Am 13. März ist hierfür eine Demonstration angesetzt und auch ein Bürgerbegehren soll angestoßen werden.

Laut dem Schulleiter der Schule sei es bisher noch nicht zu Unfällen aufgrund der Straßenführung gekommen. Dennoch soll es bereits gefährlich Situationen gegeben haben, in denen ein Unfall knapp verhindert wurde.