Schatz: Taucher machen gigantische Sichtung am Bodensee

Die Insel Reichenau von oben, welche im Bodensee liegt
Symbolbild © istockphoto/davidhajnal

Vor der Insel Reichenau im Bodensee machen Forscher eine über tausend Jahre alte Entdeckung.

Vor kurzem entdecken Forschungstaucher im Bodensee eine 600 Meter lange Pfahlreihe. Diese wird in einer Flachwasserzone vor der Insel Reichenau gefunden. Experten gehen davon aus, dass die Pfahlreihe um 724 nach Christus erbaut wurde, da zu dieser Zeit auch das Inselkloster entstand

Das Forschungsteam, welches die Entdeckung macht, gehört zum Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart. In der ersten Mitteilung heißt es, dass die Pfahlreihen von der Oberfläche aus in geringer Tiefe bereits zu sehen sind.

Die Insel gehört zum Weltkulturerbe

Die Insel Reichenau selbst gehört zum Landkreis Konstanz und ist um die 440 Hektar groß. Im Mittelalter zählt die Insel zu einer der bedeutendsten Zentren der Religion, Kunst, Literatur, Wissenschaft und Buchmalerei in Europa.

Deshalb wird die Insel vor mehr als 20 Jahren als diese zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Heute findet man aus der Blütezeit in Europa noch drei romanische Kirchen als auch Reste des Benediktinerklosters auf der Insel.

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Dafür ist die Insel bekannt

Die drei Kirchen Cella St. Benedikt, Münster St-Maria und Markus sowie die Kirche St. Peter und Paul wurden zwischen dem neunten und zwölften Jahrhundert erbaut. Die letzteren zwei sind ganzjährig geöffnet und können besichtigt werden.

Die Insel wird heute von Touristen zum Wandern und Fahrradfahren genutzt. Auf dem Wasser sind im Sommer Segelboote, Kanus und Stand-Up Paddle zu sehen. Auch Angeln kann man im Untersee auf der Insel. Auf die Insel gelangt man unter anderem über die Deutsche Alleenstraße, welche nach 2.900 Kilometern mit dem Reichenauer Inseldamm endet.

So geht es nun mit dem Fund weiter

Um die gefundenen Pfahlreihen weiter zu erforschen, wird das Projekt „Reichenau unter Wasser“ gegründet. Die erste Frage hierbei ist, ob die Pfahlreihe früher möglicherweise als Schutzanlage für Anlegestellen diente. Die ersten Ergebnisse werden in den kommenden Wochen erwartet.

Ebenso muss anschließend noch geklärt werden, wie weiter mit den gefundenen Pfahlreihen vor der Insel umgegangen und weiter verfahren wird.