Spektakulärste Ruine der Welt steht in Baden-Württemberg

Ruine in Heidelberg
Symbolbild © istockphoto/PK-Photos

Sie ist ein echter Touristen-Magnet, und das zu Recht. Das Schloss Heidelberg in der gleichnamigen Stadt ist die spektakulärste Ruine der Welt und begeistert jedes Jahr zahlreiche Besucher.

In Deutschland gibt es zahlreiche alte Bauten, doch die spektakulärste Ruine der Welt steht in Baden-Württemberg. Das Schloss Heidelberg ist nicht nur das Wahrzeichen der kleinen Stadt. Es hat es auch international zu großer Berühmtheit gebracht. Kein Wunder, denn Heidelberg ist an sich schon einen Besuch wert, da der von Hügeln umgebene Ort mit seiner charmanten Altstadt und prunkvollen Stadtvillen am Ufer des Neckars besticht. Wahre Magie verleiht dem Stadtbild dann jedoch die Schlossruine, welche sich an einem Hang hoch über der Stadt erhebt. Besucher können zu dem imposanten Gebäude wandern oder eine Fahrt mit der Bergbahn genießen und oben angekommen eine Reise in eine andere Zeit unternehmen.

Beeindruckende Vergangenheit

Die wohl berühmteste Ruine der Welt lässt sich von Besuchern sehr gut von der Heidelberger Altstadt aus erreichen. So können Touristen einen Bummel durch die engen Gassen wunderbar mit der Besichtigung des Schlosses verbinden. Bei der Burg angekommen, wartet dann ein sagenhafter Ausblick und ein Einblick in die Vergangenheit des geschichtsträchtigen Gebäudes auf seine Besucher.

Die Burg Heidelberg thront tatsächlich mindestens seit dem Jahr 1225 über der Stadt. Denn zu der Zeit wurde sie zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Alten Dokumenten zufolge wurde das Gebäude ursprünglich nur als Befestigungsanlage genutzt. Später entschieden die Menschen sich dazu, diese zu einem Schloss umzubauen. Seitdem erfüllte es viele verschiedene Zwecke. So war es zeitweise auch ein Gefängnis. Der Markgraf Karl I. von Baden, Bischof Georg von Metz und Graf Ulrich V. von Württemberg wurden von Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz sogar als Kriegsgefangene gehalten. Es gab jedoch auch Zeiten, in denen das Schloss den Kurfürsten der Pfalz als Wohnsitz diente.

Lesen Sie auch
Zum Shoppen: Längste Fußgängerzone liegt in Baden-Württemberg

Zerstörung

Nach Angaben der Stadt sprengten französische Truppen das prunkvolle Schloss jedoch, sodass nur noch Ruinen übrig blieben. Infolgedessen verlegten die Kurfürsten ihren Wohnsitz in die nahe gelegene Stadt Mannheim und restaurierten das Gebäude nicht vollständig. Doch damit nicht genug, denn zwei Blitzeinschläge sorgten obendrein im 17. Jahrhundert dafür, dass zwei der Schlossgebäude vollständig ausbrannten.

Lange hatte niemand so recht Interesse an den Überresten des Schlosses, doch das änderte sich im 20. Jahrhundert. Es gab viele Diskussionen darüber, ob die Ruine wieder zu einem Schloss aufgebaut werden sollte, doch die verneinenden Stimmen waren in der Überzahl. So wurde es nicht vollkommen wiederhergestellt, sondern konservatorisch restauriert. Auch wenn nun kein Märchenschloss mehr über den Dächern Heidelbergs steht, ist das Bild äußerst eindrucksvoll und so schaffte es das Bauwerk trotz allem zum Titel der berühmtesten Ruine der Welt. Touristen lieben die Stadt und strömen jedes Jahr aufs Neue in Scharen zum romantischen Schloss Heidelberg.